F1: Saisonrücklick

Freiwilliger Rückzug als Tabellensechster – Neuaufbau in der Sachsenliga

Nach ihrem freiwilligen Rückzug aus der 3. Liga am Ende der Saison 2015/16 hatte unsere 1. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg neun Abgänge von langjährigen Leistungsträgerinnen zu verzeichnen. Sie startete in das jetzt beendete Wettkampfjahr 2016/17 daher mit einem total neuen und verjüngten Spielerkader.

Zu einem Vorbereitungsspiel für ihre vorerst letzte und 5. Saison in der Mitteldeutschen Oberliga gastierte am 26. August 2016 der mehrfache Deutsche Handballmeister der Frauen, Thüringer HC, am Goldkindstein. Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Marienberger Frauenhandballs und des 25. Geburtstages unseres HSV wurde dieses Handball-Highlight für die Fans organisiert.
Unsere Sieben um Trainerin Daniela Filip landete in den danach folgenden sechs Punktspielen alles Siege und war lange Zeit Spitzenreiter. Leider folgte eine Negativserie von sieben Niederlagen, wobei diese aber auch auf Grund vieler verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle zustande kam. Von den 20 zum Einsatz gekommenen Spielerinnen (6 Torhüterinnen, 14 Feldspielerinnen) waren nur Katalin Szita und Anita Szabo bei allen 21 Punktspielen und beim Pokalspiel dabei. Unsere durch diese ungünstigen Begleitumstände arg gebeutelten Damen mussten daher leider in der ausgeglichen besetzten Liga ihre angestrebte Medaillenchance begraben und gerieten sogar in Abstiegsgefahr. Diese konnte schließlich durch einen Sieg im letzten Spiel beim HC Rödertal II und durch vier Punkte am Grünen Tisch (2 Pkt. ausgefallenes Spiel gegen Rödertal, 2 Pkt. Regelverstoß von Zwickau II) endgültig abgewendet werden.

Von den 20 ausgetragenen Spielen wurden neun gewonnen und elf verloren. Die vorerst letzte Saison des HSV in der 4. Liga wurde mit 22:22 Punkten und mit einem guten 6. Platz beendet. Damit wurde unsere Erste als einziger Vertreter des Erzgebirgskreises in der 4. Liga erneut das sportlich erfolgreichste und beste Team des Landkreises. Die Bestplatzierten in der Torschüzenliste der 4. Liga waren Marcela Splechtova als 17. (88/29 Tore) und Egle Alesiunaite als 18. (86/10). Beide haben die Chance erhalten, ab der neuen Saison in Zweitligateams zu spielen; Erstere beim BSV Sachsen Zwickau und Letztere kehrt zum HC Rödertal zurück. Nach weiteren Abgängen von einigen Spielerinnen sowie von Trainerin Daniela Filip hat unser Vorstand beschlossen, unsere Erste aus der 4. Liga zurückzuziehen. Eine abermals neu formiertes Team, in dem auch einige Eigengewächse Einsatzchancen erhalten werden, wird ab September mit ihrem neuen Trainer Stefan Süßmilch in der Sachsenliga 2017/18 starten.

Statistik der Saison 2016/17:

Einsätze Torhüterinnen: Jessica Flemming (19 Spiele), Tereza Fritzsche (6), Laura Monse (3), Julia Kluge (2), Anna-Lea Schönherr (2), Denise Reichel (1).

Einsätze und Tore Feldspielerinnen: Katalin Szita (21 Spiele/ 52 Tore/ 0 Siebenmeter), Anita Szabo (21/12/0), Stephanie Gaitzsch (20/52/0), Vivian Dresel (20/14/0), Egle Alesiunaite (19/86/10), Klara Klegrova (19/44/0), Iona-Ana-Maria Pocris (16/84/19), Marcela Splechtova (15/88/29), Dominika Kodajewa (14/55/4), Veronika Parthova (12/11/0), Kitti Puskar (11/24/3), Nikolett Pavel (3/6/0), Leonie Tinney (2/2/0), Anne-Katrin Weingardt (1/1/0).

6. Platz mit dem siebtbesten Angriff 503 Tore (durchschnittl. 25,1 Tore/Spiel) und der sechstbesten Abwehr 507 Tore (durchschnittl. 25,35 T/Sp)

22 Punktspiele, 9 Siege, 11 Niederlagen, 2x bekam man 2 Punkte (1x gegen Rödertal II (kampflos), 1x gegen Zwickau II (Regelverstoß)), so dass dies 22:22 Punkte und 503:507 Tore ergab.

Nur Katalin Szita und Anita Szabo bestritten alle 21 Punktspiele und ein Pokalspiel und die Bestplatzierten in der Torschützenliste 4. Liga waren Marcela Splechtova als 17. (88/29Toren) und Egle Alesiunaite als 18. mit (86/10 T).

Höchster Heim- und Auswärtssieg: 39:21 -HSV Magdeburg, 26:21 -BSV Magdeburg

Höchste Heim- und Auswärtsniederlage: 24:30 -Niederndodeleben, 18:25 -Halle-Neustadt II

Ein Pokal-Spiel: 30:38 in Waldheim gegen den Drittligisten SC Markranstädt (MHV II – und DHB-Qualifikationsspiel)

Karlgeorg Frank