F1: Süßmilch-Team verpatzt Saisonstart

Sachsenliga:
SSV Heidenau – HSV 1956 Marienberg 26:20 (10:9)

Unsere erneut gegenüber der Vorwoche aus krankheits- und arbeitsbedingten Gründen neu formierte 1. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg verpatzte leider ihren Sachsenliga-Start in die neue Saison und musste sich beim SSV Heidenau unerwartet deutlich mit 20:26 geschlagen geben.

Dabei begannen die Bergstädterinnen die Partie sehr gut und gingen mit 6:3 und 8:4 (20.) in Führung und lagen mit 9:8 in der 27. Minute noch hoffnungsvoll vorn. Nach dem letztmaligen Gleichstand von 9:9 (29.) kippte dann das Match. Unsere Sieben geriet zur Pause in einen 9:10-Rückstand, der nachfolgend größer, aber auch beim 13:17 (37.) noch egalisierbar erschien.
„Danach sind wir leider, für mich unerklärlich, von der Rolle gekommen. Der Verzicht auf Wachsmittel hat einige sehr verunsichert. Beim 13:21 (43.) drohte uns eine Klatsche, zumal sich einige bereits aufgaben und zudem beste Torchancen vergeben wurden. Selbst eine erneute Auszeit half nicht. Erst nachdem ich das Team umgestellt und einige Leistungsträgerinnen ausgewechselt hatte, konnten wir in den letzten zehn Minuten die Niederlage in Grenzen halten. Ich war von einigen wegen ihrer Einstellung und ihrem mangelhaften Kampf in der Abwehr enttäuscht. Damit haben wir es schwer, in der Liga zu bestehen. Wir müssen das verkorkste Spiel abhaken und die richtigen Lehren daraus ziehen. In den ersten 20 Minuten haben wir gezwigt, dass es besser geht. Bis dahin haben wir ordentlich Handball gespielt. Nächste Woche im Heimspiel gegen Spitzenreiter Rückmarsdorf, der den HVC II mit 33:11 deklassierte, müssen wir ein anderes Gesicht zeigen”, meinte ein schon vorausblickender Trainer Stefan Süßmilch, der diesmal von der Art und Weise, wie die Niederlage zustande gekommen ist, alles andere als begeistert war.

Besonders von den Oberliga-Spielerinnen des Vorjahres hatte er mehr erwartet. Waren Dominika Kodajova und Stephanie Gaitzsch zuletzt gegen Weißenborn die herausragenden Torschützinnen mit 9 bzw. 6 Toren und gut aufgelegt, so trafen sie gemeinsam diesmal nur fünf Mal. Auch Vivian Dresel (2) spielte noch unter ihren Möglichkeiten. Dafür erhielt die Torschützenbeste des Tages, Ioana Anna-Maria Pocris (9/7), die zuletzt mit sich haderte, gute Kritiken vom Trainer, zumal sie sogar auf verschieden Positionen spielte. Wenn alle erwähnten Spielerinnen ihr vorhandenes Potential in den nächsten Partien abrufen können, dann werden Erfolge sicher nicht ausbleiben.
Alle jungen Spielerinnen, die in einem Punktspiel in der F1 und damit in der Sachsenliga debütierten – Frenzi Heft (2), Celina Uhlmann, Lena Müller (1) – sowie Routinier Sylke Sowa (1) und die beiden Torhüterinnen, Jessica Flemming und Laura Monse, erhielten gute Kritiken vom Trainer. Ihr Debüt gaben auch Silke Heft als Teamleiterin und ihre Vertreterin Andrea Placzek, die sich erfreulicherweise bereit erklärt haben, Stefan Süßmilch bei organisatorischen Dingen zu unterstützen. Übrigens: Neuerdings können sich alle Handball- und Sportfreunde auf der Internetseite des HV Sachsen unter “Neu nu_/Spielbetrieb HVS 2017-18/SLF” über den Spielverlauf informieren.

Bilder vom Spiel

HSV: Jessica Flemming, Laura Monse – Sylke Sowa (1), Dominika Kodajova (4), Lena Müller (1), Ioana Anna-Maria Pocris (9/7), Celina Uhlmann, Vivian Dresel (2), Stephanie Gaitzsch (1), Frenzi Heft (2). (kgf)