F1: Team mit souveränem Sieg zum Heimauftakt

Sachsenliga:
HSV 1956 Marienberg – HSG Rückmarsdorf 30:16 (14:7)

Mit einem unerwartet deutlichen und nie gefährdeten 30:16-Sieg gegen den Sachsenliga-Spitzenreiter nach dem ersten Spieltag der neuen Saison, HSG Rückmarsdorf, ist unserer 1. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg die Wiedergutmachung gegenüber der Vorwochenniederlage eindrucksvoll gelungen. “Das ist umso erfreulicher, weil unser erster Heimsieg dank einer sehr guten Teamleistung erreicht wurde. Alle haben leidenschaftlich in der Abwehr gekämpft. Im Angriff gab es klasse Aktionen und es wurde sehr mannschaftsdienlich gespielt”, so das Fazit eines diesmal sehr zufriedenen Trainers Stefan Süßmilch, dem damit das Heimdebüt als neuer Verantwortlicher vollauf gelungen ist.

Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als gut. Denn sein Team musste mit sechs Heimspiel-Debütantinnen – Julie Placzek, Frenzi Heft, Lena Müller, Vivian Dresel, Michelle Schmähling, Kristin Tippmann-Wendrock – auflaufen, die vorher zudem schon ein Spiel mit der B-Jugend bzw. der HSV-Zweiten in den Beinen hatten. Alle haben sich voll hineingekniet, die Doppelbelastung gut gemeistert und somit ihre Anteile am Erfolg gehabt. “Was dabei Kristin, die fast zweimal voll durchgespielt hat, als Spieldirigentin und im Abwehrverhalten geleistet hat, war einfach nur herausragend und eine Superleistung”, gab ihr Stefan Süßmilch ein dickes Lob. Als ehemalige Kapitänin der HSV-Ersten hatte sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder einige Zeit pausiert und spielte danach überwiegend in der Zweiten. Diesmal gab sie als Routinier des Teams wieder ihr Debüt in der Ersten, wobei sie aber dort nur bei Bedarf festgespielt werden soll, weil sie auch in der Zweiten dringend gebraucht wird.

Der Spielverlauf der sehenswerten, gutklassigen und von den Schiedsrichtern souverän geleiteten Partie, bei der wie gewohnt ausgelassene Heimspiel-Atmosphäre auf den Rängen herrschte, war stets von einer deutlichen Führung unserer Damen geprägt. Sie starteten mit 6:1 (9.) und 9:2 (16.) super. Torhüterein Jessica Flemming parierte mehrmals stark und hielt auch einen Siebenmeter. Als Julie Placzek ihr erstes Sachsenliga-Tor zum 11:3 und die hervorragend aufgelegte Torschützenbeste, Ioana Anna-Maria Pocris (10/1), das 12:3 erzielten, gab es nicht nur wegen der deutlichen Führung, sondern auch wegen der starken Spielweise unserer Damen Staunen und Zufriedenheit auf den Rängen. Die HSG gab sich aber noch nicht auf, trotzdem man zur Pause bereits 7:14 zurücklag.

Die Gäste versuchten danach nochmal alles, um den Anschluss nicht gänzlich zu verlieren. Dominika Kodajova, die wieder torgefährlich spielte und mit vielen guten Aktionen aufwartete, wurde nun in Pressdeckung genommen. Auch das meisterten die Bergstädterinnen, wobei Stephanie Gaitzsch zwei wichtige Treffer zum 15:7 und 16:7 erzielte. Bis zur 42. Minute (18:12) waren die Gäste aber noch nicht bezwungen. Zwei Treffer von Vivian Dresel und weitere von Frenzi Heft und Ioana Anna-Maria Pocris brachten beim 23:12 (50.) aber die Vorentscheidung. Letztere erzielte ihre Tore diesmal nicht nur vom Kreis, sondern mit variablen Würfen aus dem Rückraum. Die vorher (48.) eingewechselte Torhüterin Laura Monse parierte nun ebenfalls einen Siebenmeter. Sie blieb bis zum lautstark und mit stehenden Ovationen von den Fans bejubelten Schluss im Kasten und entschärfte dabei einige 100%ige Chancen der HSG. Mit dem bei Heimsiegen “traditionellen Dankesritual” durch Frank Reimann gab es einen würdigen Abschluss des Tages.

Bilder vom Spiel

HSV: Jessica Flemming, Laura Monse – Julie Placzek (1), Dominika Kodajova (7/2), Lena Müller (1), Ioana Anna-Maria Pocris (10/1), Vivian Dresel (2), Kristin Tippmann-Wendrock (2), Michelle Schmähling, Stephanie Gaitzsch (5), Frenzi Heft (2). (kgf)