F1: 30 Auswärtstore reichen nicht

Sachsenliga:
USV TU Dresden – HSV 1956 Marienberg 35:30 (17:15)

Die gastgebende Sieben des USV TU Dresden hat im Punktspiel der Sachsenliga gegen unsere 1. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg ihrem langjährigen und unserem jetzigen Trainer Stefan Süßmilch an seiner ehemaligen Wirkungsstätte nichts geschenkt, sondern sein Team in einer torreichen Partie mit 35:30 geschlagen.

Dabei sah es bis zum knappen 15:17-Pausenrückstand für die Bergstädterinnen ganz gut aus. Denn zehnmal stand das bis dahin ausgeglichen verlaufene Spiel unentschieden und neunmal, aber leider auch letztmals beim 14:15, führten unsere Damen. „In den ersten 10 Minuten nach der Pause sind wir leider von der Rolle gekommen und hatten einen totalen Blackout. Dreimal in Überzahl spielend, haben wir Tore kassiert. Zudem haben wir viele Torchancen vergeben und uns viele technische Fehler geleistet“, meinte ein unzufriedener Stefan Süßmilch zu diesem spielentscheidenden Abschnitt. Denn die TU-Sieben nutzte die Schwächephase und setzte sich mit 21:15 und danach sogar mit 25:17 ab. Die Erzgebirgerinnen gaben sich aber noch nicht geschlagen, kamen auf 32:28 heran und hatten dabei gute Torchancen, um weiter zu verkürzen. Leider wurden diese wieder leichtfertig vergeben. Zudem erhielt Ioana Anna-Maria Pocris für eine zu harte Abwehraktion in der 52. Minute die rote Karte. Ihr und der Ausfall von Frenzi Heft (Gute Besserung!), die sich zuvor verletzte, waren von unserer Sieben nicht mehr zu kompensieren, so dass damit die verkorkste Partie verloren war.

Unsere Torschützenbeste des Tages, Vivian Dresel (11/2 T), die erstmals in unserer Ersten so erfolgreich spielte, konnte das auch nicht allein verhindern. Denn Torjägerein Dominika Kodajova wurde nach der Pause pressgedeckt und konnte sie damit nicht entlasten. „Damit sind wir diesmal nicht zurecht gekommen. Daran müssen wir aber arbeiten, denn damit ist in den nächsten Spielen zu rechnen. Unsere Gegnerinnen der nächsten Woche von Neustadt-Sebnitz waren in der Halle und haben gesehen, wie wir durch die Pressdeckung Schwierigkeiten hatten. Leider spielte zudem unsere Drittliga-erfahrene Stephanie Gaitzsch, die eigentlich zu den Stützen des Teams gehört, sehr unglücklich, total nervös und zerfahren, somit unter ihren Möglichkeiten und nicht in Normalform. Da einige Bekannte von ihr in der Halle waren, wollte sie alles besonders gut machen, was ihr aber diesmal leider misslang. Wir brauchen, um erfolgreich zu sein, aber immer alle unserer ehemaligen Oberliga-Spielerinnen in Normalform. Von unseren Jüngeren, die sich erst an die raue Luft der Sachsenliga gewöhnen müssen, kann man noch nicht erwarten, dass sie das kompensieren können“, resümierte Trainer Stefan Süßmilch, der mit dem kämpferischen Leistungen gegenüber dem ersten Auswärtsspiel aber zufrieden war.

Bilder vom Spiel

HSV: Jessica Flemming, Laura Monse – Julie Placzek, Dominika Kodajova (3), Lena Müller (2), Ioana Anna-Maria Pocris (8/1), Vivian Dresel (11/2), Kristin Tippmann -Wendrock (1), Celina Uhlmann (2) Stephanie Gaitzsch (3), Frenzi Heft. (kgf)