F2: Nach der Pause chancenlos in Leipzig

Verbandsliga West:
TuS Leipzig-Mockau – HSV 1956 Marienberg II 31:20 (14:11)

Unsere 2. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg musste sich bei ihrem zweiten Auswärtsspiel der Verbandsliga West beim TuS Leipzig-Mockau mit 20:31 deutlich geschlagen geben. Dabei war sie bis zum 11:14-Pausenrückstand noch in Reichweite. Danach war sie aber chancenlos, wobei die Leipzigerinnen von 19:11 auf 29:16 davonzogen und somit den Sack zumachten. Leider musste unsere Sieben in Leipzig ohne ihre Spieldirigentin Kristin Tippmann-Wendrock, die sich in unserer Ersten beim Spiel in Dresden tags zuvor festgespielt hatte, und ohne Routinier Sylke Sowa (Urlaub) sowie einigen Nachwuchsspielerinnen, die wegen einer Schulsausfahrt verhindert waren, ersatzgeschwächt antreten.

Das Fazit von Trainer Stefan Süßmilch lautete: „Die robusten Mockauerinnen waren uns körperlich überlegen. Gegenüber unserer personell dünn besetzten Auswechselbank hatten sie zudem eine volle Truppe zur Verfügung. Die Gastgeberinnen wurden in der rundum besetzten Schulturnhalle, wobei die Bänke knapp am Spielfeld stehen, von ihren Fans enorm lautstark unterstützt. Sie kämpften daher um jeden Ball leidenschaftlich. Unsere Aktionen wurden dagegen gnadenlos ausgepfiffen. Allein diese ungewohnte Atmosphäre zeigte Wirkung bei unserem jungen Team. Das Haftmittelverbot sorgte zudem für weitere Verunsicherung. Diese führte auch dazu, dass wir viele 100%ige Torchancen nicht nutzen konnnten und die Torhüterin förmlich berühmt geworfen haben. Außerdem konnten Vivian Dresel, Lena Müller und Celina Uhlmann, die einen Tag vorher in unserer Ersten schon voll gefordert wurden, die Doppelbelastung diesmal nicht verkraften. Diese hinterließ nach der Pause ihre Spuren deutlich. Nikolett Ludanyi (ehemals Pavel) und Leah-Marie Hennig sowie auch Peggy Süß, die erst seit kurzem wieder dabei sind, haben wie unsere 16-jährige Vanessa Spindler (arbeitsbedingt) logischerweise noch Trainingsrückstande. Auch unsere Torhüterin Julia Kluge stand diesmal oftmals auf verlorenem Posten. Unsere B-Jugendliche Anna-Lea Schönherr konnte nach ihrer Einwechslung einige gute Paraden zeigen. Ich kann unserer Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Alle haben prima gekämpft und alles versucht, um die drohende Niederlage in Grenzen zu halten und guten Teamgeist gezeigt“. Dass Peggy Süß mit ihrem kleinen Baby überhaupt angereist ist, untermauert seine Aussage.

“Allen Verantwortlichen bei uns war und ist bewusst, dass unseren beiden personell dünn besetzten Frauenteams eine sehr schwere Saison bevorsteht und dass sie eventuell mit deutlichen Niederlagen rechnen müssen. Wenn ein Team dabei, wie diesmal, auch noch auf wichtige Spielerinnen verzichten muss, erhöht sich das Risiko dafür noch und macht die Aufgabe nochmal schwerer. Daher muss die Partie abgehakt werden und sich auf die nächsten Aufgaben konzentriert werden”, so Präsident Karlgeorg Frank. Das meinte auch Stefan Süßmilch, dem voll bewusst ist, dass beide Frauenteams aller Voraussicht nach bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt in den ausgeglichen besetzten Ligen kämpfen müssen.

HSV II: Julia Kluge, Anna-Lea Schönherr – Leah-Marie Hennig (5), Celina Uhlmann (2), Lena Müller (3), Michelle Schmähling (1), Peggy Süß (3), Vivian Dresel (3), Nikolett Ludanyi (3), Vanessa Spindler. (kgf)