F2: Umjubelter Punktgewinn in Schkeuditz

Zweite Mannschaft erkämpft sich einen Punkt
Verbandsliga: TSG Schkeuditz – HSV 1956 Marienberg II 22:22 (Hz. 12:13)

Gejubelt wie nach einem Sieg: Die zweite Mannschaft nach dem Spiel und Punktgewinn in Schkeuditz

Die 2. Frauenmannschaft des HSV hat sich in ihrem Punktspiel bei der noch abstiegsbedrohten TSG Schkeuditz bei einem 22:22 Unentschieden einen wichtigen Punkt erkämpft. Damit hat sich die Zweite drei Spieltage vor Schluss den 6. Platz gesichert. Als noch amt. Vizemeister hat sie ihr Saisonziel, „gesicherter Mittelfeldplatz“, erreicht. Dieser sportliche Erfolg ist um so beachtlicher, weil er trotz erheblicher Personalnot und mit einem sehr kleinen Kader an Spielerinnen erreicht wurde. Viele Spielerinnen mussten oftmals zwei Spiele am Tag bestreiten. Auch bei der TSG trat die Zweite ersatzgeschwächt, ohne Wechselspielerin, an. In der Formation haben sie noch nie zusammen gespielt.

Die bis zuletzt hart umkämpfte Partie entwickelte sich zu einem Handballkrimi. Nach ausgeglichenem Beginn führte die TSG mit 7:4, 8:5 und 9:6. Die HSV-Sieben – welche dabei von der verletzten Mitspielerin Michelle Schmähling und ihrer Mutter, Teamleiterin Kerstin Schmähling betreut und gesteuert wurde – kämpfte sich Tor um Tor wieder heran. Zur Halbzeit stand es gar 13:12 für den HSV. 4x behauptete die HSV-Zweite ihren knappen Vorsprung (14:12/14:13/15:14/ 16:15) und 4x stand es bis zum 17:17 Remis. Danach zog die TSG wieder mit drei Toren zum 20:17 weg. Erneut stemmten sich die Bergstädterinnen gegen die drohende Niederlage und kamen zum 20:20 und 21:21 heran. Als sie erneut mit 21:22 zurücklagen, erzielte Celina Uhlmann 44 Sekunden vor Schluss den umjubelten Ausgleichstreffer. Der letzte Angriff der noch abstiegsbedrohten TSG-Sieben konnte erfolgreich abgewehrt werden.

„Torhüterin Anna-Lea Schönherr musste aus Personalnot im Feld mitspielen. Julia Kluge hütete daher allein das Tor. Sie gab unserer Abwehr viel Rückhalt. Wir haben anfangs mit Lena Müller und Leah Marie Henning mit zwei Kreisspielerinnen begonnen. Als die TSG HSV-Spieldirigentin Nikolett Ludaniy und die andere Rückraumspielerin Celina Uhlmann pressdeckten, ging Erstere an den Kreis und Letztere wich auf die Außenposition aus. Lena, Leah-Marie und Außenspielerin Claudia Grützmann rückten dann auf ungewohnte Rückraumpositionen. Diese Varianten haben wir gemeinsam besprochen. Alle waren voll motiviert bei der Sache und haben mit- und füreinander gekämpft. Sie wollten sich trotz der Besetzungsproblemen so gut wie möglich verkaufen und eine denkbare Niederlage in Grenzen halten. Dank einer sehr guten Teamleistung ist uns sogar ein unerwarteter Punktgewinn gelungen“, resümierte eine darüber sehr zufriedene Kerstin Schmähling. Bei ihrem erstmaligen Einsatz als Verantwortliche auf der Bank freute sie sich riesig über das Erreichte und jubelte mit der Mannschaft.

Bilder vom Spiel

HSV II spielte mit:
Julia Kluge (Tor) Anna-Lea Schönherr (2), Celina Uhlmann (3), Nikolett Ludaniy (5), Lena Müller (4/1), Leah-Marie Hennig (4), Claudia Grützmann (4)

Karlgeorg Frank