F1: Einzug ins Finale verpasst

HSV-Sieben verpasst Einzug ins Sachsenpokalfinale
Halbfinale Sachsenpokal: HV Chemnitz II – HSV 1956 Marienberg 32:30 (Hz.19:12)

Stephanie Gaitzsch war mit 8 Treffen beste Torschützin auf Seiten den Marienberger

Erstmals im Sachsenpokal des Handballverbandes stehen sich im Finale kurioserweise zwei Teams eines Vereins gegenüber. Die zweite und dritte Mannschaft des HV Chemnitz haben das geschafft. Das konnten die beiden nach der Spielklasse und dem Tabellenstand favorisierten Sachsenligisten HSG Neudorf Döbeln und HSV 1956 Marienberg leider nicht verhindern. Spitzenreiter Döbeln verlor beim Verbandsligisten HV Chemnitz III mit 27:30. Leider musste sich auch unsere 1. Mannschaft des HSV als Drittplatzierter beim Tabellensechsten HV Chemnitz II, mit 30:32 geschlagen geben.

Die mit drei Drittliga-Spielerinnen verstärkt angetretene HV-Sieben startete optimal. Sie ging mit 3:0 (2.) in Führung und gestattete den immer auf Verfolgungsjagd befindlichen Bergstädterinnen nur dreimal (3:3 (6.) 4:4 (9.) 6:6 (13.) und letztmals beim 10:10 (19.Min.) den Ausgleichstreffer. Leider folgte eine Ladehemmung der HSV-Offensivabteilung. In 11 Minuten konnten nur zwei Tore erzielt werden. Zudem wurden zwei Siebenmeter vergeben. Die Chemnitzerinnen trafen dagegen 9 mal, wobei ihnen auch Abwehrfehler der Gäste entgegenkamen. Mit einer sicheren 19:12 Führung ging die HV-Zweite in die Kabinen. Als sie anschließend sogar auf 22:13 (36.) davonzog, schien der erhoffte und angestrebte 2. Einzug der Marienbergerinnen in das Pokalfinale endgültig verspielt zu sein.

Nur die kühnsten Optimisten unter den Fans glaubten an eine Wende. Zumal beim 22:16 (39.) bereits der 4. Strafwurf nicht verwandelt werden konnte. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd der HSV-Damen wurde die schon als verloren gesehene Partie noch einmal sehr spannend. Als die HSV-Torschützenbeste des Tages, Stephanie Gaitzsch (8T), dreimal hintereinander traf und zum 19:23 ( 43.) verkürzte, war alles wieder offen. Letztere erzielte das 26:28 (54.) und man hatte nach Ballbesitz die Möglichkeit, das 27:28 zu erzielen, stand die dramatische Partie auf der Kippe.

Sogar beim folgenden 29:26 (55.) war eine Wende noch möglich. Der Knackpunkt war der 5. vergebene Strafwurf, womit man wieder auf 29:27 herangekommen wäre. Im Gegenzug setzte sich der Finalist mit 30:26 (56) und danach mit 31:26 (58.) entscheidend ab. Der geschlagenen HSV-Ersten gelang nur noch Ergebniskosmetik. Vor allem die beiden wendigen und schnellen B-Jugendlichen und besten Torschützinnen des Tages beim HVC, Frances Rogowski (8T) und Laura Luise Amtsberg (7T) bekam die HSV-Abwehr nicht in den Griff.

„Gekämpft haben alle sehr gut. Unsere Chancenverwertung, besonders in der 1. Halbzeit, war aber sehr schwach. Die HV-Zweite hatte sich durch ihre drei Drittliga-Spielerinnen gegenüber dem Punktspiel verstärkt. Vor allem an ihrer Torhüterin Stefanie Wähner sind wir zu oft gescheitert. Allein, wenn wir die fünf Siebenmeter verwandelt hätten, wäre viel mehr möglich gewesen. Sehr gut war, dass wir uns bei dem 9 Tore-Rückstand nicht aufgaben und uns wieder herankämpften. Das sollte Selbstvertrauen für unsere beiden letzten Spiele der Saison geben“, resümierte ein mit der Aufholjagd zufriedener, aber mit dem Ausscheiden logischerweise unzufriedener HSV-Trainer Stefan Süßmilch.

Sein Team ist durch den 30:25 Sieg der HSG Rückmarsdorf im Nachholespiel beim HV Chemnitz II auf den 3. Tabellenplatz zurückgefallen und braucht noch zwei Punkte, um sich Bronze aus eigener Kraft zu sichern. Um das zu realisieren, wird es nicht einfach. Vor allem müssen die Siebenmeter wieder besser verwandelt und die 100%igen Torchancen genutzt werden.

Bilder vom Spiel:

HSV I spielte mit:
Jessica Flemming/ Laura Monse (Tor), Sylke Sowa (4), Stephanie Gaitzsch (8), Kristin Tippmann-Wendrock (6), Lucie Hribova (3), Ioana Anna-Maria Pocris (4/1), Lena Müller, Vivian Dresel (4), Emily Mehlhorn (1)

Karlgeorg Frank