F1: Bronzemedaille nach Heimsieg sicher

Erste besiegt Sachsenliga-Spitzenreiter
Sachsenliga: HSV 1956 Marienberg – HSG Neudorf Döbeln 26:22 (Hz:16:8)

Routinier Sylke Sowa (3) erzielte spektakuläre Treffer zum Sieg über Neudorf/Döbeln

Ein gutklassiges Spitzenspiel der Sachsenliga bekamen die 215 Zuschauer in der sehr gut besetzten Sporthalle „Am Goldkindstein“ im letzten Heimspiel der Saison geboten. Dass es mit einem dem Spielverlauf entsprechend verdienten 26:22 Sieg für unsere Damen ausging, war umso erfreulicher.

Dieser beachtliche Erfolg wurde bei der erfolgten Abschlusszeremonie von Torwarttrainer und Trommler Frank Reimann ausgiebig bejubelt. Als Dankeschön gab es für die Fans Freibier. Vor großer würdiger Kulisse dankte man vor Spielbeginn und zur Pause allen Vorstandsmitgliedern, Trainern und Helfern für ihre Mitarbeit. Die in den Vereinsfarben gestylten Rosen, die alle dabei erhielten, sponsorte dankenswerterweise der Blumenladen „Florizz“ in Marienberg.

Durch den Sieg der Bergstädterinnen und dem der HSG Rückmarsdorf in Plauen-Oberlosa konnten die Gäste zwar ihre Spitzenposition behaupten, aber noch nicht vorzeitig Sachsenmeister werden. Die Meisterschaftsentscheidung über die endgültige Medaillenvergabe fällt erst am letzten Spieltag kommenden Sonntag. Unsere Sieben hat sich erst einmal die Bronzemedaille gesichert. Sie könnte aber nur noch theoretisch Meister werden, wenn sie beim SC Markranstädt II gewinnt und Döbeln beim HCL II und Rückmarsdorf in Glauchau dagegen verlieren sollten. Dass beide straucheln ist eher Unwahrscheinlich. Unsere Damen um Trainer Stefan Süßmilch und alle HSV-Verantwortlichen zeigten sich mit dem schon erreichten 3. Platz hoch zufrieden. Damit ist das Meisterschaftsziel eines Mittelfeldplatzes total überboten worden.

Bevor dies feststand, musste sich noch einmal mächtig ins Zeug gelegt werden. Das Spitzenspiel wurde überraschend überwiegend von uns trotz der bis zuletzt leidenschaftlichen Gegenwehr des Tabellenführers dominiert. Nur zweimal (1:1/4./3:3/6) stand es Remis. Sonst führte die Süßmilch-Sieben durchweg und lag zur Pause mit 16:8 vorn. Kurz nach Wiederanpfiff stand es sogar 19:8 (34.). Eine achtminütige HSV-Durststrecke nutzte die HSG und kam wieder gefährlich heran (21:15/43.). Bis zum (24:19/55.) schnappten die Döbelner Morgenluft. Torhüterin Jessica Flemming gab mit großartigen Paraden ihrem Team während dieser Phase großen Rückhalt. Die Routiniers Sylke Sowa (25:19/56.) und Lucie Hribova (26:19/57:36) stellten mit ihren sehenswerten Treffern nach Einzelaktionen den mit stehenden Ovationen beklatschten Sieg endgültig sicher. Ioana-Anna-Maria Pocris war mit 8/7 Toren die erfolgreichste Werferin des Tages. Sie erhält sich die Chance, beste Torjägerin der Liga zu werden.

„Es war ein super Spiel meiner Mannschaft und vielleicht sogar die beste erste Halbzeit der Saison. Nach dem großen Vorsprung fehlte bei uns etwas die Konzentration und der Kräfteverschleiß machte sich bemerkbar. Insgesamt war es eine sehr gute Teamleistung, die wir gegen den vielleicht neuen Sachsenmeister (?) geboten haben. Mit einer super Torwartleistung hat sich Jessica Flemming in ihrem letzten Spiel für uns (Studium in Hamburg), würdig verabschiedet“, resümierte ein diesmal mit seinem Team sehr zufriedener HSV-Trainer Stefan Süßmilch. Nach dem Spiel bedankte es sich bei seinen Mannschaften (wB/ Frauen I und II) und allen Fans für ihren vorbildlichen Einsatz und die sehr gute Unterstützung.

Bilder vom Spiel

HSV I spielte mit:
Jessica Flemming/ Laura Monse (Tor), Sylke Sowa (4), Stephanie Gaitzsch (5), Vivian Dresel (3), Kristin Tippmann-Wendrock (1), Ioana Anna-Maria Pocris (8/7), Lena Müller, Lucie Hribova (5), Celina Uhlmann

Karlgeorg Frank