F1: Sieg in den letzen Sekunden in Markranstädt

Jessica Flemming verabschiedete sich mit super Torhüterleistung vom HSV
Sachsenliga: SC Markranstädt II – HSV 1956 Marienberg 26:27 (Hz:14:16)

Vivian Dresel (28) erzielte wenige Sekunden vor Schluß den Siegtreffer zum 27:26

Mit einem sehr schwer erkämpften 27:26 Auswärtssieg bei der Drittliga-Reserve des SC Markranstadt gelang der 1. Mannschaft des HSV ein erfolgreicher Saisonabschluss. Damit hatten sich die Erzgebirgerinnen ihre theoretisch bestehende Minichance auf den Meistertitel erhalten. Die Medaillenkandidaten schwächelten aber nicht. Die HSG Neudorf/Döbeln sicherte sich mit einem knappen 26:24 Sieg gegen den HCL II den Sachsenmeistertitel. Silber erkämpfte die HSG Rückmarsdorf, die sicher gegen den HC Glauchau/Meerane gewann und damit Silber holte.

Bevor die 20 mitgereisten HSV-Fans und die 5-Mann starke Trommlergruppe den Sieg ihres Teams bejubeln konnten, bekamen sie zwar kein gutklassiges, aber ein bis zuletzt hart umkämpftes spannendes Spiel geboten. Nach einer 1:0 Führung geriet die ohne ihre erkrankten Leistungsträgerinnen Lucie Hribova und Stephanie Gaitzsch mit nur 6 Feldspielerinnen ersatzgeschwächt angetretene HSV-Sieben in einen gefährlichen Rückstand (7:10, 21.). Sie fing sich aber wieder und lag zur Pause mit 16:14 vorn. Bis zur 57. Min. behauptete das Team immer einen ein bis vier Tore-Vorsprung.

Als die noch um den Klassenerhalt kämpfende SCM-Zweite zum 26:26 (58.) ausglich, stand die Partie auf der Kippe. Sekunden vor Schluss erzielte Vivian Dresel mit einer klasse Eins-gegen-Eins-Aktion den Siegestreffer. Mit 12/7 Toren war Ioana Anna-Maria Pocris die Torschützenbete des Tages. Sie erkämpfte sich damit die Torschützenkrone der Sachsenliga mit 163 Treffern in 20 Partien. (Herzlichen Glückwunsch!!)

„Anstatt sich alle über unseren Sieg gefreut haben, gab es untereinander am Ende einige Diskussionen und Misstöne, die den schönen und erfolgreichen Saisonabschluss etwas vermiesten. Das hat mir gar nicht gefallen, zumal es überhaupt schon beachtlich war, dass wir mit unseren Besetzungsproblemen gewonnen haben. Denn das war nur möglich, weil sich alle noch einmal mächtig ins Zeug gelegt hatten. Dass bei einem neu formierten Team nicht alles rund laufen konnte, war im Vorfeld klar. Ich wollte aber nicht, dass wir uns kampflos ergeben und somit unsportlich in den Abstiegskampf eingreifen. Daher bin ich froh, dass wir die Punkte nicht verschenkt, sondern sogar erkämpft haben. Alle Beteiligten haben sich daher auch ein Lob für ihren Einsatz verdient. Unsere Torhüterin Jessica Flemming hat in ihrem letzten Spiel für uns überragend gehalten. Ohne sie hätten wir nicht gewonnen. Lena Müller hat trotz einer Familienfeier erst am Vortag in der Zweiten und dann in der Ersten mitgespielt. Sie hat dabei hervorragend gerackert, gut gespielt und immer vorbildlichen Einsatz gezeigt. Das ist wieder ein Marienberger Urgestein auf die man bauen kann und das sich systematisch und sehr gut weiterentwickelt hat. Auch bei Claudia Grützmann möchte ich mich recht herzlich bedanken, die ebenfalls kurzfristig an beiden Tagen eingesprungen war. Nach über dreijähriger Pause war sie wieder bei einem Sachsenligaspiel dabei und hat sogar vier Tore zum Sieg beigesteuert“, resümierte ein insgesamt zufriedener HSV-Trainer Stefan Süßmilch. Mit dem 3. Platz und 31:13 Punkten hat er mit seiner arg von Verletzungen gebeutelten Mannschaft mehr erreicht, als das, was man erwarten konnte.

Bilder vom Spiel

HSV I spielte mit:
Jessica Flemming/ Laura Monse (Tor), Sylke Sowa (4), Vivian Dresel (3), Kristin Tippmann-Wendrock (2), Ioana Anna-Maria Pocris (12/7), Lena Müller (1), Claudia Grützmann (5)

Karlgeorg Frank