F1: Saisonstart mißlungen

Sachsenmeister strauchelte, aber fiel leider nicht
Sachsenliga: HSV 1956 Marienberg- HSG Neudorf Döbeln 24:27 (Hz.10:10)

Mit einem gelungenem Einstand kehrte Leonie Tinney (77) zum HSV zurück. Sie glänzte mit großem Einsatz und konnte zwei Tore erzielen.

Der Heimspielstart in ihre vierte Saison in der Sachsenliga ist der 1. Frauenmannschaft leider missglückt. Die mit zwei Neulingen (Torhüterin Nadine Werner und Feldspielerin Leonie Tinney) aufgelaufene neu formierte Sieben musste sich dem favorisierten amt. Sachsenmeister HSG Neudorf/Döbeln in einer sehenswerten Sachsenligapartie mit 24:27 geschlagen geben.

Vor Spielbeginn erhielten die HSV-Spielerinnen durch den Vors. der Bezirksspielleitung, Gottfried Schüller, ihre Bronzemedaillen. Diese hatten sie sich in der vergangenen Saison erkämpft. Ioana Anna-Maria Pocris wurde mit einem kleinen Pokal als Torschützenbeste der Liga ausgezeichnet.

Die Ehrungen schienen unsere Damen zu beflügeln. Nach anfänglich ausgeglichennem Spielverlauf (0:1/2:2/3.3) trumpften sie groß auf und gingen trotz vier (!!) vergebener Siebenmeter und guter Torchancen dank einiger Paraden von Torhüterin Nadine Werner mit 6:3/8:4 und gar 10:5 (24:12 Min.) in Führung. Der Meister strauchelte dabei enorm, aber leider fiel er nicht.

„Wir hatten den Favoriten bis dahin gut im Griff. Leider haben wir aber sehr unkonzentriert gespielt, gute Torchancen vergeben und Angriffe viel zu schnell abgeschlossen. Als wir mit dem Pausenpfiff durch einen Siebenmeter das 10:10 hinnehmen mussten, hat sich das danach negativ auswirkt,“ meinte Trainer Stefan Süßmilch. Sein Team konnte leider die sehr guten Leistung der ersten 25 Minuten nicht wiederholen, sondern es kam nach dem 10:11 Rückstand nie mehr zum Ausgleich heran.

Die HSG nutzte die Abspiel-, Wurf- und Abwehrfehler gnadenlos und clever aus und zog mit 16:12 (39.) davon. Noch einmal bäumte sich unser Team auf und kam beim 18:19 (47.) hoffnungsvoll, aber auch letztmals knapp heran. Der Meister setzte sich wieder mit 24:19 (53.) und spielentscheidend mit 27:21 (56:12 Min.) ab. Positiv war, dass sich unsere Sieben nicht aufgab, sondern ihr noch Ergebniskosmetik gelang. Mit 7 Treffern war Ioana unsere erfolgreichste Werferin des Tages. Bei der HSG war es Doreen Böhme (10/3 T), die man seitens der Verlierer leider nicht in den Griff bekam.

„Unsere Abwehr hat nicht so agiert, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wir sind gegen die guten Werferinnen nicht richtig herausgetreten und haben sie unbedrängt werfen lassen. Unsere erfahrenen Spielerinnen konnten heute nicht ihre normalen Leistungen abrufen. Sie scheiterten oftmals an der guten Torhüterin der HSG. Die jungen Spielerinnen haben ihre Sache gut gemacht. Auch unseren Neulingen Nadine Werner und Leonie Tinney ist im ersten Punktspiel für uns ein sehr guter Einstand gelungen. Leider mussten wir diesmal auf Neuzugang Nadine Seidel verzichten, die wegen einer Fingerverletzung an der Wurfhand ausfällt“, ergänzte unser Coach, dem bewusst ist, woran er noch mit seinem Team arbeiten muss.

Gegen den Meister zu verlieren, ist zwar keine Überraschung. Bedauerlich ist nur, dass sogar ein Sieg mit neuer Formation im Rahemen des Möglichen war.

Bilder vom Spiel

Der HSV spielte mit:
Nadine Werner, Anna-Leah Schönherr (Tor), Sylke Sowa, Stephanie Gaitzsch (5), Vivian Dresel (4), Kristin Tippmann-Wendrock, Ioana Anna-Maria Pocris (7/1), Celina Uhlmann (1), Leonie Tinney (2), Emily Mehlhorn (5/3), Michelle Schmähling