F1: Gutes Spiel ohne Happyend

Heimsieg war greifbar, aber wurde leider verfehlt
Sachsenliga: HSV 1956 Marienberg – BSV Sachsen Zwickau II 32:36 (Hz.16:18)

Ioana Ana-Maria Pocris (94) war die Torschützenbeste des HSV mit elf Treffern. Vier davon erzielte sie vom Siebenmeterpunkt.

Die 1. Mannschaft des HSV muss weiter auf den 1. Heimsieg der neuen Saison der Sachsenliga warten. Als alter und neuer Tabellenzehnter (2:8 Pkt.) musste sie sich dem spielstarken Viertplatzierten (6:4Pkt.), der 2. Mannschaft des Zweitligisten BSV Sachsen Zwickau, in einem bis zuletzt sehr spannenden und hart umkämpften, torreichen Spiel mit 32:36 geschlagen geben.

„Wir haben uns leider um den Lohn unserer Arbeit gebracht. Weltklasse-Aktionen folgten Kreisklasse-Aktionen. In der entscheidenden Phase verlief es ähnlich wie in den bisherigen Spielen. Wir spielten auf Augenhöhe mit, aber durch hektische Aktionen haben wir uns förmlich selbst geschlagen“, war das erste Fazit, was der logischerweise unzufriedene HSV-Trainer Stefan Süßmilch zog.

Sein Team verpatzte den Start total (0:4/5. Min.) und lag in der Folge mehrfach (4:9/11., 6:11/13.) bis zur 20. Minute (11:15) zurück. Man musste Schlimmes befürchten. Die HSV-Damen gaben nicht auf. Sie kämpften sich leidenschaftlich mehrfach auf zwei Tore (13:15/14:16/25.) und mit dem Pausenpfiff durch eine sehr einsatzstarke Aktion von Leonie Tinney zum 16:18 heran. Als der besten HSV-Torschützin des Tages, Ioana Anna-Maria Pocris (11/4), der erstmalige Ausgleichstreffer (21:21/34.) gelang und Routinier Sylke Sowa durch ein super Anspiel von Torhüterin Julia Kluge die erstmalige 22:21 Führung erzielte, brandete riesiger Jubel auf den gut besetzten Rängen auf.

Es folge die beste Phase unserer Sieben. Da zog sie auf 26:23 (42.) davon. Die wurfstarken Gäste strauchelten kurz, fingen sich aber leider wieder. Beim 27:27 und 28:28 waren der BSV wieder ran und zog mit 31:28 davon. Als Emily Mehlhorn das 29:31 (54.) und 30:32 (56.) erzielte, war alles offen. Zu mehr reichte es leider nicht. Es folgten zu viele Ballverluste. Der BSV-Zweite gelang es dadurch sich spielentscheidend mit 34:30 (57.) abzusetzen. Die variabel und sehr platziert werfenden Torschützinnen der Gäste bekamen die HSV-Damen einfach nicht in den Griff. Chantal Meschkat vom BSV ragte da mit 12 Toren heraus.

„Vom Kampf und Willen war alles ok und ich kann der Mannschaft dahingehend keinen Vorwurf machen. Wir haben uns nach dem ganz schlechten Start super herangekämpft, gut weitergespielt und sehr gute Angriffsaktionen gezeigt. Die Abwehr stand stabil, wir gingen in Führung und hatten die Gäste eigentlich beim 26:23 im Griff. Dann machten wir wie zuletzt so schnelle Stockfehler und brachten uns selbst um den Erfolg. Leonie Tinney, Vivian Dresel und Ioana Pocris haben überwiegend absolut klasse gespielt, leider auch einige überhastete Aktionen gezeigt. Auch musste ich Emily Mehlhorn, die gut spielte, mit einer Fingerverletzung zwischenzeitlich rausnehmen. Torhüterin Julia Kluge parierte mehrmals großartig. Einigte Bälle rutschten ihr dafür unglücklich rein. Wenn man gegen solche gut ausgebildeten Mannschaften gewinnen will, muss alles stimmen. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, aber uns fehlte der Erfolg“, ergänzte der Coach. Für das nächste Spiel nach der Ferienpause muss er seine Sieben wiederaufbauen. Am 4.11.18 steht bei der USG TU Dresden der nächste Härtetest bevor.

Bilder vom Spiel

Der HSV spielte mit:
Laura Monse, Julia Kluge (beide Tor), Sylke Sowa (2), Stephanie Gaitzsch (2), Kristin Tippmann-Wendrock (2), Lena Müller, Ioana Ana-Maria Pocris (11/4), Vivian Dresel (5), Nadine Seidel, Leonie Tinney (6), Emily Mehlhorn (4)

Karlgeorg Frank