F2: Knapper Sieg in Oschatz

HSV-Zweite gewinnt mit leidenschaftlichem Einsatz
Verbandsliga: HSG Riesa/Oschatz II – HSV 1956 Marienberg II 24:26 (Hz.13:14)

Nur sieben Spielerinnen standen im Verbandsligapunktspiel gegen die Oberliga-Reserve der HSG Riesa/Oschatz zur Verfügung. Trotz dieser widrigen Umstände schaffte es die HSV-Zweite dem favorisierten Gegner zwei Punkte abzuknöpfen.

Beim 26:24 Sieg in Oschatz lag die „glorreiche HSV-Sieben“ nur bis zum 2:3 zurück. Sonst führte sie, bis auf 5x remis, fast das gesamte Spiel. Sehr kritisch wurde es, als die Partie (21:21/52. /22:22/53. und 24:24 58. Min.) in der spielentscheidenden Schlussphase auf der Kippe stand. Leonie Tinney erzielte das 25:24 (58:03) und die Torschützenbeste des Tages, Vivian Dresel (12/6T), stellte mit dem 26:24 (59:08 Min.) den schwer erkämpften Sieg sicher.

Beide spielten wie Nadine Seidel bereits einen Tag vorher in der HSV-Ersten. Für ihren doppelten Einsatz haben sie sich den Dank des HSV-Vorstandes verdient. Dass es sich um zwei Siege handelt, in denen sie spielten, ist umso erfreulicher.

„Es war ein beiderseits mit vielen technischen Fehlern behaftetes, bis zuletzt umkämpftes Spiel. Wir haben mehrmals mit 3-4 Toren geführt. Die HSG blieb immer dran. Unsere Mannschaft hat wie verrückt und super bis zum Umfallen gekämpft. Der Kräfteverschleiß war in der Schlussphase normal. Alle mussten ja voll durchspielen. Anna Lea Schönherr hat gut gehalten und gab unserer Abwehr Rückhalt. Die Jüngste, die 16-jährige Sophie Heinrich, speilte ebenfalls komplett durch. Auch Frenzi Heft erzielte wichtige Tore. Nadine Seidel hatte mit schweren Beinen vom Vortag zu kämpfen. Sie und Michelle Schmähling setzten sich vorbildlich ein und haben mit guten Aktionen zum Erfolg beigetragen. Insgesamt konnte unser kleiner Kader das bestmöglichste Ergebnis erzielen. Wir können damit sehr zufrieden sein. Der Gegner hatte deutlich mehr Auswechselspielerinnen. Glücklich für uns der Umstand, dass die HSG einige Gegenstöße versemmelte. Das gehört auch dazu.

Ein sehr großes Kompliment für ihren vorbildlichen Einsatz geht meinerseits an Vivian Dresel. Sie hat sich in der 1. Halbzeit eine Kapselverletzung an ihrer Wurfhand zugezogen und trotzdem weiter gespielt. Sie hätte auch sagen können, es geht nicht mehr. Alle Achtung!! Ich finde es sehr stark, dass sie das Ding bis zuletzt durchgezogen hat. Ich hoffe, dass ihre Verletzung nicht schwerwiegend ist und wünsche ihr gute Besserung,“ resümierte unser Trainer Stefan Süßmilch, der mit seinem Rumpfteam sehr zufrieden war. Die Begleitumstände waren diesmal sehr ungünstig.

HSV II spielte mit:
Anna-Lea Schönherr (Tor), Frenzi Heft (4), Michelle Schmähling, Vivian Dresel (12/6), Nadine Seidel (2), Sophie Heinrich (4), Leonie Tinney (4)

Karlgeorg Frank