Die Chronik unseres Handball-Vereins
Wir können nun schon auf stolze "50 jähriger Handballgeschichte" in Marienberg zurückblicken.



1956 war das Geburtsjahr des Frauen- Handball-Sportes in Marienberg. Durch Schulmeisterschaften fanden einige Frauen zum Vereinssport. Das war die Geburtsstunde der BSG Wismut. Trainiert und gespielt wurde im Herbst und im Winter in der Exerzierhalle der NVA in Marienberg.

Die Fahrten zu den Spielen konnte man zu dieser Zeit in die Rubrik „Kuriositäten“ einordnen.
An dieser Stelle drei kleine Begebenheiten:
- Punktspiel in Deutschneudorf, Fahrzeug defekt, Fußmarsch bis Ansprung, Deutschneudorfer Fahrzeug holt die Spieler von dort ab.
- Armee-Laster mit Plane transportierte Männer und Frauen nach Freiberg zum Spiel
- Fahrt nach Annaberg mit 8(!) Personen in einem Taxi, in Polizeikontrolle geraten, 1 Spieler wurde nicht entdeckt, da er unter den Klamotten und Bällen versteckt lag. Die Fahrt konnte fortgesetzt werden.

Über die Stationen POST Marienberg und Einheit Marienberg gründete sich die Sektion Handball der BSG Motor Marienberg. Trotz gleichgebliebener schlechter Trainingsbedingungen nahm der Handballsport in Marienberg eine gute Entwicklung und einige Mannschaften spielten im Bezirk mit.

Nach der Wende 1989 entstand der selbsttätige Verein HSV 1956 Marienberg e.V. Die Entwicklung in den letzten Jahren war ebenfalls sehr positiv. Der Verein hatte ca. 130 Mitglieder, die in 8 Mannschaften Handball spielten. Die Heimhalle wurde lange Zeit von der Bundeswehr Marienberg zur Verfügung gestellt.

„Die weibliche Jugend der BSG hatte in der Bezirksliga einen schwachen Start, sie verlor gleich die ersten zwei Spiele der Meisterschaftsrunde 1974/1975 und mußte vier Punkte unnötig abgeben.“„…die Spielerinnen Kerstin Eska, Evelin Sonntag, Carmen Rösch, Elke Emmerich, Ulla Hofmann und Sabine Fritsche, Berufung zum Bezirksauswahlkader…

„In Marienberg wurde bereits in den 20er und 30er Jahren Männerhandball gespielt.“„ Vom anfänglichen Großfeld und vielen Wechseln der BSG kann die Sektion besonders in den letzten 10 Jahren auf eine gute Entwicklung und viele Erfolge verweisen.“„ Vizemeister des Bezirkes Karl-Marx- Stadt“

„Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Sektion trägt ihre Früchte. So konnte die Jugendmannschaft der AK 15/16 (unser Foto) in der Bezirksliga einen guten 3. Platz belegen.“ (Feder 10/82) „Ein besonderer Höhepunkt war der Empfang beim Betriebsdirektor und die anschließende Betriebsbesichtigung im Partnerbetrieb.“„ Erst kein Glück und dann noch Pech gehabt: HSV Marienberg vergeigt schon sicher geglaubten Sieg gegen Spitzenreiter Mogono Leipzig in der Schlussminute mit 13:14“ „… Außerdem war unter den in Marienberg herrschenden Trainingsbedingungen keine optimale Vorbereitung möglich.“

In den Jahren 1996 bis 2000 nahm die Frauenmannschaft an der Sportlerwahl der Heimatzeitung "Freie Presse" teil.

Links: Die Jugendmannschaft Ende der 80er Jahre
Rechts: Die Handball-Mädchen der BSG Motor Marienberg erkämpften den Vizemeistertitel des Bezirkes.

Links: Pravenec/CSSR Trainingslager
Rechts: Die Turniermannschaft von Pravenec in der Slowakei

Links: Die weibliche Jugend B wurde 1999 mit Ivonne Sada (links) Bezirksmeister
Rechts: Zu Besuch an der Nordsee - Teilnahme am internationalen Turnier in Mildstedt/ Husum im Frühjahr 1999


Links: Weinprobe in Györ Ungarn 1969
Rechts: Vor dem Benefizspiel gegen den HCL Leipzig in Zschopau

Links: Trainingslager in Hormersdorf: Eine endlose Waldstraße … und danach kam Straße und Wald.
Rechts: Die zweite Frauenmannschaft in der Saison 2000/2001.

Links: Einlaufen zum Freundschaftsspiel in Brezova/CSSR (Trainingslager) und Übernehmen! Nicht übergeben!
Rechts: In jeder Lage eine gute Figur!

Links: Die Folterkammer am Federnwerk
Rechts: Regelkunde … (bis zum Erbrechen) auch das ist wichtig!

Links: Der mehrfache Kreisunionsmeister der Jahre 1994 bis 1996.
Rechts: Viel Spaß beim Training, auch wenn es manchmal etwas härter war.

Links: Trebrahalle - sieht wenig aus, aber es waren dennoch immer alle da und begeistert bei der Sache.
Rechts: „Mit 29 Toren erfolgreichste Spielerin der Mannschaft war Annette Kleditzsch, hier bei einem ihrer bekannten Sprungwürfe“ aus Feder 6/83

Links: Schiri Gerd Beyer links 2: Sylke Sowa
Rechts: Katja Wendrock beim Spiel im September 2006 gegen Döbeln

Der Aufstieg in die Verbandsliga wurde in Zwönitz perfekt gemacht. Der Jubel war riesengroß und die Feier danach ein Ding für sich …

In einem Benefiz-Spiel zugunsten der Hochwasser-Opfer der Katastrophe vom 5.7.1999 gastierte der damalige deutsche Meister VfB Leipzig 1999 beim HSV

Mit Slavia Prag fand das erste offizielle Spiel in der Sporthalle an Goldkindstein statt

Die frühere Reithalle (links) bot zwar schlechte Trainingsbedingungen (keine Heizung, kein Wasser, keine Toiletten, kaputte Fensterscheiben, undichtes Dach, Steinfußboden us.w.), aber es wurde mit großem Eifer Handball gespielt. An dem Eröffnungstermin (im Oktober) beteiligten sich Mannschaften aus der gesamten DDR. Im Frühling der Saison ging es dann wieder ins Freie. Der Sportplatz an der Stadthalle (rechts) oder Waldbzw. Feldläufe halfen, die Kondition zu trainieren.
Auch das Großfeldhandball wurde damals noch hier gespielt.

In der Trebra-Halle (links) wurde viel trainiert. Gespielt werden konnte aber nur mit 5 Spielern, die Halle ist ganz einfach zu klein.Für viele Jahre war die Halle der Bundeswehr (rechts) die Heimhalle des HSV.

Mit der Eröffnung der„Sporthalle Am Goldkindstein“ haben sich die Spielbedingungen des HSV wesentlich verbessert. Mit ca. 150 Zuschauerplätzen kann sich der HSV einer wachsenden Fangemeinde erfreuen.

Links: Gesund und leistungsfähig. Rechts: Lebensfroh und optimistisch

Für Frieden und Sozialismus! - Treibt alle Sport.
Anlässig unserer 50ig-Jahr Feier vom 28./29. Oktober 2006 können
Sie sich hier unserer Chronik als PDF-Datei ansehen oder downloaden.
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