Archiv der Saison 2007/2008, Verbandsliga West

Hintere Reihe, von links:
Chris Tippmann, Eva Vorstarkova, Kamila Dolejsova, Lisa Köhler, Jana Franke, Kristin Wendrock, Peggy Süß, Lutz Günther
Vordere Reihe, von links:
Franziska Reimann, Jana Libovicka, Tereza Sichmanova, Katja Wendrock, Isabel Beyer, Sylke Sowa, Nora Hahn
Trainer: Lutz Günther
Co-Trainer: Chris Tippmann
Teamleiter: Thomas Liebscher
Saison-Abschlussbericht
Grenzenloser Jubel: HSV-Sieben steigt in die Oberliga auf!
Verbandsliga-Meister ohne Niederlage, 27 mal ungeschlagen (seit 24. März 2007), Gewinner der Fair-Play-Wertung
In der turbulentesten Saison der 52-jährigen Handballgeschichte des Marienberger Handballs wurden neue sportliche Verbandsligarekorde aufgestellt. Ungeschlagen mit 43:1 Punkten und 697:369 Toren wurden die HSV-Frauen um B-Lizenz-Trainer Lutz Günther mit 21 Siegen (einer am Grünen Tisch) und nur einem Unentschieden (26:26 beim Vorjahresmeister HSV Glauchau) souverän neuer Meister der Verbandsligastaffel West. Damit erreichte erstmals eine Marienberger Handball-Frauenmannschaft den Aufstieg in die höchste Spielklasse Sachsens, die Oberliga. Dieses sportliche sehr beachtliche Ergebnis des HSV-Teams um Kapitän Kristin Wendrock wurde mit den eindeutig wenigsten Zeitstrafen (64) aller Konkurrenten erkämpft, womit man auch die Fair-Play Wertung der Liga souverän mit 81 Punkten vor Chemie Zwickau (115) gewann. Bei der so genannten Killerstatistik war man mit 39,3% gehaltenen Siebenmetern (33 von 84) ebenfalls Spitze. Auch auf die höchsten Auswärts- und Heimsiege der Saison (19:43/ 37:10 jeweils gegen Turbine Leipzig) kann man verweisen. Da man seit dem 24.03.2007 in 27 Punktspielen ungeschlagen ist und auf die längste Siegesserie (18 Spiele seit dem 10.11.2007) verweisen kann, hat die HSV-Sieben auch neue Verbandsligarekorde (seit Aufzeichnung ab 2004) aufgestellt.
Kreisläuferin Nora Hahn erzielte in einem Spiel 13 Tore aus dem Feld (08.12.01 beim 35:15 gegen Schneeberg). Sie führt in dieser Statistik aller Teams der Staffel West und belegt Platz vier mit 114 Toren (in 21 Spielen) in der „ewigen“ Feldtor-Jägerliste. Mit dieser Trefferquote wurde sie Fünfte in der Torschützenliste der Saison 07/08 und beste aller HSV-Spielerinnen. Sechste wurde in dieser Wertung Rückraumspielerin Kamila Dolejsova (111/davon 35 Siebenmeter/ 20 Spiele), die in der ewigen Liste der Liga mit 162 Toren weiterhin auf Platz drei hervorragend platziert ist. Eine weitere HSV-Torjägerin Eva Vostarkova (ehemals Kankova), die auf Grund ihrer Schwangerschaft nur drei Punktspiele dabei war, steht in der Rubrik „Beste Torschützin eines Spieltages“ mit ihren am 26.02.05 erzielten 17 Toren immer noch auf Platz eins und hat mit den 15 Treffern (16.04.05) auch noch die drittbeste Rekordmarke in Besitz. Im unglücklich verlorenen Pokal-Wiederholungsspiel gegen den VfL Waldheim zog sie sich eine Augen- und Fußverletzung zu und bestritt dabei vorerst ihr letztes Spiel für den HSV. Dass die HSV-Frauen den Ausfall ihrer spielerfahrenen Leistungsträgerin im weiteren Saisonverlauf so kompensieren konnten, spricht für die sehr gute Leistung des gesamten Teams.
Einen großen Anteil daran hatte auch Neuzugang Torhüterin Teresa Sichmanova. Sie war neben K. Wendrock und Nora Hahn bei allen 22 Punktspielen und den drei Pokalspielen dabei und gab mit Klasseleistungen ihrer meistens vorbildlich und gut agierenden Abwehr einen großen Rückhalt. Ein weiterer Neuling im HSV-Trikot, die jüngste der HSV-Sieben, Lisa Köhler, (vorher Jugend-Oberliga Brandenburg) bot in ihrer 1. Verbandsliga-Saison bei den Frauen auf den Rückraum-Positionen RL/RR eine hoffnungsvolle und starke Leistung. Mit 103/23 Toren (21 Spiele) belegte sie einen hervorragenden achten Platz in der Verbandsliga-Torjägertabelle. Kapitän Kristin Wendrock spielte auch als Spielregisseur (RM) sehr torgefährlich, so dass sie mit 80/0Toren (22 Spiele) auf einem guten 15. Platz bei den Torjägerinnen einkam. Mit Jana Libovicka (79/ 21T/ 20 Spiele) konnte durch HSV-Teamleiter Thomas Liebscher eine vielseitig einsetzbare Spielerin (LA, RA, KM) gewonnen werden, die sich als siebzehnte auch noch unter den Besten 20 platzieren konnte.
Routinier Sylke Sowa (LA, 21.Platz/ 77/0 Tore/ 18 Spiele) ist die Einzige, die aus der ehemaligen Verbandsliga-Aufstiegssieben von 1999 noch dabei ist und die daher einen weiteren Meistertitel und Aufstieg feiern konnte. Sie war auch diesmal eine der Leistungsträgerinnen des Teams und erzielte viele Tore in sehenswerter Manier. Franziska Reimann (RA, RR) spielte ihre zweite Saison erfolgreich im Frauenbereich (51/0Tore/ 20 Sp.). Die Torschützenbeste der zweiten Bezirksklasse der Frauen der Saison 06/07, Peggy Süß, war der fünfte Neuzugang des späteren Meisters. Dabei konnte sie sich in der drei Klassen höher angesiedelten Verbandsliga ständig verbessert in Szene setzen, kam auf 21 Einsätze (RA, RR) und konnte auch einige spektakuläre Tore erzielen. Katja Wendrock (KM, RA) stand bei ihren 20 Punktspielen oft im Schatten der stark auftrumpfenden Nora Hahn, konnte aber ihr vorhandenes Talent unter Beweis stellen. Nachdem Isabel Beyer im Vorjahr noch als Feld- und Torhüterin fungierte, war sie im Meisterschaftsjahr nur als Torhüterin im Einsatz (21 Spiele). Sie setzte gute Akzente und leitete dank ihrer enormen Wurfkraft ebenfalls viele Kontertore ein. Von dieser guten Gegenstoß-Einleitung der beiden HSV-Torhüterinnen profitierten vor allem die Außen- und Kreisspielerinnen, was sich dann in der Torschützenliste niederschlug.
Die als Verstärkung für den sehr kleinen Kader der HSV-Sieben angedachte Katerina Machanova kam nur auf zwei Einsätze und musste verletzungsbedingt den HSV wieder verlassen. Zum erweiterten Kreis der ersten HSV-Sieben gehörten die HSV-Eigengewächse aus der Vorjahres B-Jugend Yvonne Roscher und Torhüterin Julia Kluge sowie die Stammspielerin der HSV-Zweiten und Ex-Verbandsligspielerin Monique Günther. Letztere fuhr oftmals als Reservistin mit, wenn Personalnot herrschte. Sie verzichtete dabei auf eigene Kurzeinsätze, um sich nicht festzuspielen und ihrer „Zweiten“ zur Verfügung stehen zu können.
Jana Franke, die sich wieder in die Erste gespielt hatte, zog sich am 06.10.07 einen Kreuzbandrisszu und fiel bis Saisonende aus. Auch Torhüterin Alena Parthova, die zum Saisonauftakt feierlich verabschiedet wurde und jetzt in der 3. Frauenmannschaft im Feld spielt, musste einmal als Reservistin mitfahren.
Abgänge aus dem Vorjahres-Kader: Jenny Hänig, Nannette Patz (beides TW/jetzt HSV II und III), Kristin Finger (HSV II), Eva Souckova, (berufliche Gründe), Übungsleiter Karel Parth, Katrin Stahr (Verletzung), Fanny Knebel (Verletzung), Anne Buschbeck (Grund unbekannt)
Abschlusstabelle Saison 2007/2008
| Platz | Mannschaft | Spiele | g | u | v | Tore | Tordiff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | HSV 1956 Marienberg | 22 | 21 | 1 | 0 | 697:369 | 328 | 43:01 |
| 2 | HSV Glauchau | 22 | 13 | 4 | 5 | 529:452 | 77 | 30:14 |
| 3 | BSV Limbach-Oberfrohna | 22 | 14 | 0 | 8 | 554:503 | 51 | 28:16 |
| 4 | SG Taucha-Olympia | 22 | 11 | 5 | 6 | 542:496 | 46 | 27:17 |
| 5 | HSG Rottluff/Lok Chemnitz (N) | 22 | 11 | 2 | 9 | 528:563 | -35 | 24:20 |
| 6 | SG Lok Wurzen (A) | 22 | 11 | 1 | 10 | 521:484 | 37 | 23:21 |
| 7 | TSV 1893 Leipzig-Wahren | 22 | 9 | 2 | 11 | 466:491 | -25 | 20:24 |
| 8 | SV Schneeberg (A) | 22 | 7 | 3 | 12 | 473:511 | -38 | 17:27 |
| 9 | SV Plauen-Oberlosa 04 | 22 | 7 | 2 | 13 | 472:537 | -65 | 16:28 |
| 10 | Turbine Leipzig | 22 | 5 | 4 | 13 | 511:610 | -99 | 14:30 |
| 11 | SV Chemie Zwickau | 22 | 5 | 4 | 13 | 451:547 | -96 | 14:30 |
| 12 | SV Hartha (N) | 22 | 4 | 0 | 18 | 388:569 | -181 | 08:36 |
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