Archiv der Saison 2006/2007, Verbandsliga West
Hintere Reihe, von links:
Kapitän Kristin Wendrock, Katja Wendrock, Eva Souckova, Isabel Beyer, Kamila Doléjsova, Katrin Stahr, Franziska Reiman, Fanny Knebel
Vordere Reihe, von links:
Kristin Finger, Nora Hahn, Alena Parthova, Jenny Hänig, Anne Buschbeck, Sylke Sowa
Trainer: Lutz Günther
Co-Trainer: Karel Parth
Teamleiter: Thomas Liebscher
Saison-Abschlussbericht
Ereignisreiche Saison geht zu Ende:
Enweihung der neuen Sporthalle, 50-Jahre HSV, HVS-Pokal-Halbfinale, 3. Plätze für Torjägerin und Team
Die turbulenteste Saison der 50-jährigen Vereinsgeschichte des Marienberger Handballs wurde von bisher einmaligen Ereignissen geprägt. Vor Saisonbeginn musste das seit dem 04.03.06 zu Hause ungeschlagene und in der Rückrunde sehr erfolgreiche (16:6 Pkt.) 1. HSV-Team neu formiert werden. Denn mit Stefanie und Krisitin Arnold (zum HCAB), Lucie Parthova (schwanger), Monique Günther (HSV II) Nanette Patz (Wohnortwechsel) gab es fünf Abgänge. Dafür wurden fünf ehemalige HSV-A-Jugendspielerinnen (Jenny Hänig (TW) Isabel Beyer (TW, RR) Kristin Finger (RA), Anne Buschbeck (LA) und Fanny Knebel (RL /LA) ins 1. HSV-Team berufen.
„HSV-Eigengewächs“ Franziska Reimann (RA, RR) kam nach langjährigem Mitwirken in Nachwuchsteams beim BSV Zwickau als Sachsen-B-Jugendmeisterin zurück und verstärkte mit der spielerfahrenen Spielerin aus Tschechien, Eva Soukova, die junge HSV-Sieben. Um die Saison-Vorbreitung ganz professionell zu gestalten, wurde mit Ralf Schönemeier ein Hannoveraner Regionalliga B-Lizenz-Trainer gewonnen. Damit trainierten alle Frauenteams unter neuen Trainingsbedingungen, wobei sehr viel Wert auf die Verbesserung der Kondition gelegt wurde. Ralf Schönemeier betreute das HSV-Team in den beiden ersten Partien (ein Pokal und Meisterschaftsspiel) bevor er, wie vorher abgestimmt, den HSV wieder verließ. Bei dem Eröffnungsspiel der neuen Sporthalle „Am Goldkindstein“, das vor einer großen Zuschaukulisse gegen das Regionalliganiveau bietende Juniorenteam von Slavia Prag stattfand, betreute der bis dahin verantwortliche Trainer der 1.Frauenmannschaft des HSV, Karlgeorg Frank, sein Team letztmalig, da er sein Amt überraschend, hauptsächlich auf Grund gesundheitlicher Probleme, zur Verfügung stellte. Da seitens des HSV mit dem Ex- 2. Bundesligaspieler Lutz Günther ein weiterer neuer B-Lizenz-Trainer gefunden wurde, gab es keine trainerlose Zeit fürs Team um Kapitän Kristin Wendrock. Er übernahm die 1. HSV-Sieben ab dem 25.09.07 vom planmäßig scheidenden Norddeutschen.
Dank einer starken Mannschaftsleistung und sehr engagiertem Einsatz der beiden B-Lizenz-Trainer wurden in der Saison 2006/07 folgende sportliche Erfolge erreicht:
- 3. Platz Verbandsliga-Meisterschaft der Staffel West
- Einzug ins Landespokal-Halbfinale
- 3. Platz von HSV-Torjägerin Kamila Dolejsova in der Torschützenliste
Dafür haben sich alle Aktiven, die Trainer Lutz Günther und Ralf Schönemeier, Mannschaftsleiter Thomas Liebscher und Co-Trainer Karel Parth, den Dank des HSV-Vorstandes und die Anerkennung der treuen Fans und aller Sportfreunde verdient.
Wermutstropfen der super verlaufenden Saison 2006/07 waren die Verletzungen von Neuzugang E. Soukova (Handbruch), Routinier Katrin Stahr (Bänderdehnung) vor dem 5. Punktspiel, Nora Hahn (Fingergelenk ausgerenkt) und Fanny Knebel (Kreuzbandriss) im Pokal-Halbfinalspiel gegen Neudorf Döbeln am 24.02.2007. Während E. Soukova ab dem 4.Spiel wieder mitwirken konnte und N. Hahn drei Spiele pausierte, war für F. Knebel die Saison gelaufen.
Jenny Hänig und Kristin Finger schieden aus beruflichen und privaten Gründen nach 13 bzw. 9 Spielen aus dem Kader der Ersten aus und gehörten seit dem zur HSV-Zweiten. Anne Buschbeck hatte großes Verletzungspech, so dass sie nicht richtig Fuß fassen konnte.
Ex-Verbandsligaspielerin Jana Franke half dagegen in der Ersten am 10. Spieltag gegen Delitzsch aus, wobei sie neun (!!) Siebenmetertore zum Sieg beisteuern konnte. Ab dem Spiel gegen die HSG Chemnitztal (13. Spieltag) gehörte sie dann ständig wieder dazu.
Gegen die HSG gab auch Torhüterin Nanette Patz nach langer berufsbedingter Pause ihr Debüt. Am 1. und 2. Spieltag der Rückrunde in Plauen-Oberlosa und zu Hause gegen Turbine Leipzig gab Isabel Beyer ihr Debüt im HSV-Tor.
Alena Parthova war erneut, wie schon im Vorjahr, bei allen 22 Punkt- und 4 Pokal-Spielen dabei. Nur die Neulinge Isabel Beyer (Feld und Tor) und Franziska Reimann schafften dies ebenfalls.´
Den HSV-Fans, die immer ihr Team sehr gut und lautstark unterstützten und für sehr gute Atmosphäre in der neuen Sporthalle sorgten, kamen bei den vielen „Handballkrimis“ immer auf ihre Kosten. Gegen den Spitzenreiter HSV Glauchau mussten die Marienberger Damen am 06.01.07 die erste Punktspielniederlage seit dem 04.03.06 und die einzige (!!) Saison-Punktspiel-Heimniederlage in der neuen Halle einstecken und sie sind seit dem 27.01.07 zu Hause ungeschlagen. „Wir haben unser Saisonziel erreicht. In der Hinrunde (12:10 Pkt.) gab es noch Abstimmungsschwierigkeiten, weil das neue Spielsystem des Trainers und einige Auslösehandlungen erst erlernt, verstanden und umgesetzt werden mussten. Die Rückrunde verlief mit 19:3 Punkten dagegen bestens. Mit dem Saisonverlauf bin ich jedoch insgesamt sehr zufrieden“, so Mannschaftsleiter Thomas Liebscher.
Neben der optimalen sportlichen Bilanz gab es weitere Höhepunkte für die HSV-Sieben bzw. für den Verein.
Mit der feierlichen Einweihung der neuen schönen Sporthalle „Am Goldkindstein“ am 14.09.06 erfüllte sich ein jahrzehntelanger, ersehnter Wunsch vieler Marienberger Handballfreunde.
Die Festveranstaltung 50 Jahre Handball in der neuen Stadthalle in Marienber und der Zuschauerrekord gegen Neudorf –Döbeln (250) waren weitere Meilensteine.
Das 23. Traditionsturnier, das erstmalig internationalen Charakter hatte, die durchgeführte Auslosung des Molten-Pokal-Halbfinales in Marienberg und die Anwesenheit des Präsidenten des Handballverbandes Sachsen beim Spiel gegen Waldheim, sorgten für Schlagzeilen.
Präsident Dr. Siegfried Heumann wünschte in seinem Dankes- und Grußwort dem HSV den baldigen Aufstieg in die Oberliga.
Abschlusstabelle Saison 2006/2007
| Platz | Mannschaft | Spiele | g | u | v | Tore | Tordiff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | HSV Glauchau | 22 | 20 | 0 | 2 | 546:422 | 124 | 40:04 |
| 2 | VfL Waldheim 54 | 22 | 17 | 1 | 4 | 619:485 | 134 | 35:09 |
| 3 | HSV 1956 Marienberg | 22 | 15 | 1 | 6 | 558:517 | 41 | 31:13 |
| 4 | SG Taucha-Olympia | 22 | 15 | 1 | 6 | 549:523 | 26 | 31:13 |
| 5 | BSV Limbach-Oberfrohna | 22 | 14 | 2 | 6 | 557:468 | 89 | 30:14 |
| 6 | TSV 1893 Leipzig-Wahren | 22 | 10 | 3 | 9 | 485:474 | 11 | 23:21 |
| 7 | SV Plauen-Oberlosa 04 (N) | 22 | 9 | 2 | 11 | 492:501 | -9 | 20:24 |
| 8 | SV Chemie Zwickau | 22 | 7 | 1 | 14 | 508:540 | -32 | 15:29 |
| 9 | Turbine Leipzig (A) | 22 | 6 | 1 | 15 | 500:555 | -55 | 13:31 |
| 10 | BSC Victoria Naunhof II (N) | 22 | 6 | 1 | 15 | 555:595 | -40 | 13:31 |
| 11 | HSG Chemnitztal | 22 | 6 | 1 | 15 | 509:550 | -41 | 13:31 |
| 12 | Concordia Delitzsch | 22 | 0 | 0 | 22 | 369:617 | -248 | 00:44 |
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