Vorschau: Süßmilch-Team gastiert in Magdeburg
HSV-Sieben will in die Erfolgsspur zurück
Nach der enttäuschenden Heimspiel-Niederlage gegen Chemnitz und dem vermeidbaren Punktverlust in Haldensleben ist der 1. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg der angestrebte erfolgreiche Start in die Rückrunde misslungen. Jetzt gilt es, das verkorkste Spiel gegen Chemnitz schleunigst aus den Köpfen der Marienbergerinnen zu bekommen. „Wir wollen unbedingt versuchen, wieder zu alter Form zu finden“, blickt HSV-Trainer Stefan Süßmilch schon voraus.
Wozu die Erzgebirgerinnen normalerweise fähig sind, haben sie in beeindruckender Manier gegen den HC Rödertal im Landespokal-Viertelfinale sowie in allen Heimspielen 2011 gezeigt und bewiesen.
Zuhause gibt es erst am 11. Februar 2012 gegen die TSG Calbe wieder die Möglichkeit, Wiedergutmachung zu betreiben. Am kommenden Sonntag steht erst einmal eine schwere, aber nicht unlösbare Auswärtsaufgabe vor den HSV-Damen: Am 14. Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga gastieren sie beim Tabellenachten, dem BSV 93 Madgeburg-Olvenstedt (11:15 Pkt.).
Allein vom Tabellenbild betrachtet, sollte die dadurch erneut favorisierte HSV-Sieben als Tabellenzweiter (19:7 Pkt.) keine Probleme haben, um den Hinspiel-Erfolg (25:18) auch auswärts annähernd zu wiederholen. Durch den verpatzen Start ins neue Jahr sieht man sich seitens des HSV aber keinesfalls in der Rolle des vermeintlichen Favoriten. Zudem zeigt sich Woche für Woche, dass der deutlich bessere Tabellenstand alles andere als eine Sieggarantie bedeutet. Denn bis auf den Spitzenreiter HC Rödertal sind alle Teams der 4. Liga in der Lage, Ergebnisse zu erzielen, die man nicht im Kalkül hat. So musste auch der Tabellensechste, SV Union Halle-Neustadt II, zuletzt zuhause gegen den Vorletzten, Gera-Zwötzen, überraschend einen Zähler abgeben (27:27).
Da Magdeburg noch nicht aller Abstiegssorgen ledig ist und dringend Punkte braucht, um den Anschluss ans rettende Mittelfeld zu halten, werden auch die BSV-Damen entsprechend motiviert gegen den HSV zur Sache gehen. Mit Juliane Krüger haben die Magdeburgerinnen zudem die Fünfbeste der aktuellen Torschützenliste in ihren Reihen. Ihre Kreise gilt es einzuengen.
„Ich hoffe, dass sich alle Spielerinnen gegenüber den beiden letzten Partien steigern. Wir müssen wieder selbstbewusst und einsatzstark auftreten, zudem konzentrierter auf allen Positionen agieren. Das spielerische Potential ist zweifellos vorhanden. Jetzt gilt es dieses abzurufen. Alle haben sich fest vorgenommen, die zuhause verlorenen Punkte diesmal auswärts zu holen“, meint Teamleiter Thomas Liebscher, der sich kämpferisch und optimistisch gibt.
Abfahrt Fanbus: 10:00 Uhr ab Markt Marienberg
Brisantes Kreisderby für Bezirksliga-Truppe
Ein brisantes Erzgebirgskreis-Derby der Bezirksliga zwischen der 2. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg und den Gästen vom Zwönitzer HSV 1928 steht am kommenden Sonnabend „Am Goldkindstein“ auf dem Programm. Denn beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand und benötigen unbedingt die Punkte, um sich aus der Abstiegsregion zu entfernen. Die HSV-Zweite (10.) und die Gäste (9.) sind punktgleich mit 12:14 Zählern. Beide mussten in der vorigen Woche Niederlagen hinnehmen, während alle anderen abstiegsgefährdeten Teams punkten konnten. Der Sieger dieser Spannung versprechenden Partie könnte wieder den Anschluss ins große, aber ebenfalls noch nicht gesicherte Mittelfeld schaffen. Da am selben Tag der Tabellenelfte, Burgstädter HC (10:18 Pkt.), gegen den Achten, Oberlungwitzer SV (13:15 Pkt.), spielt und dem HC ein Sieg gegen den OSV zugetraut werden kann, so könnte der Verlierer der Partie auf den 11. und damit auf deinen direkten Abstiegsplatz zurückfallen. Dies zeigt, unter welchem Erfolgsdruck die beiden Teams stehen. Das Hinspiel verlor die HSV-Oberliga-Reserve mit 30:27.
„Wir werden genauso kämpferisch wie in den letzten Partien auftreten und alles versuchen, um die Punkte zu holen“, meint Trainerin Corinne Güldner. Sie hofft zudem, dass sie neben den diesmal verhinderten Maxi Schreiter und Annika Beyer keine weiteren Ausfälle zu beklagen hat.
Heim- und Auswärtsspiele für Nachwuchsteams
Zwei Nachwuchsteams haben am kommenden Sonnabend in der Sporthalle „Am Goldkindstein“
wieder Heimspiele. Dabei empfängt die weibliche Bezirksliga-D-Jugend um das Trainerduo Katrin Stahr/Thomas Ehnert als Tabellensechster (11:17 Pkt.) den Zweiten, die Mädels vom BSV Limbach-Oberfrohna (24:6 Pkt). Trotz des schönen 32:18-Auswärtssieges beim HV Chemnitz sind die HSV-Mädchen gegen Limbach Außenseiter. Das Hinspiel ging mit 20:29 verloren. Ein besseres Ergebnis sollte diesmal jedoch gegen den Favoriten möglich sein (Anwurf 12:45 Uhr).
Im Anschluss (14:00 Uhr) empfängt die weibliche Bezirksliga-B-Jugend die Jugendlichen vom Zwönitzer HSV 1928. In dieser Partie ist das Marienberger Team um Trainer Chris Tippmann als Tabellendritter (20:4 Pkt.) gegen den Letzten (11./ 2:24 Pkt.) eindeutig Favorit. Alles andere als ein ungefährdeter Sieg wäre daher eine Enttäuschung.
Einen Tag später, am Sonntag, gehen die Minis (Gem. JF) und die 2. Mannschaft der gemischten HSV-E-Jugend auf Reisen. Die Minis (5./3:5 Pkt.) um die Übungsleiterinnen Dana Dresel und Barbara Schade gastieren in Burgstädt und spielen dort ab 10:00 Uhr gegen die beiden favorisierten Teams vom Burgstädter HC I (2./6:6 Pkt.) und ESV Lok Chemnitz (1./6:2 Pkt.).
Die gemischte Kreisliga-E-Jugend (2./22:6 Pkt.) um Übungsleiterin Julia Kluge muss an neutraler Spielstätte, in Limbach-Oberfrohna, beim Spitzenreiter TSV Lichtentanne (22:02 Pkt.) ran, wobei sich die Gäste ebenfalls in einer Außenseiterrolle befinden.
Karlgeorg Frank
Mitteldeutscher





