Archiv der Saison 2004/2005, Verbandsliga Staffel West
Folgende Spielerinnen kamen zum Einsatz:
Alena Parthova, Nannette Patz, Annett Böhm, Jana Eichhorst, Sylke Sowa, Kristin Wendrock, Rita Köhler, Kartin Stahr, Stefanie Arnold, Antje Teichert, Katja Wendrock, Carmen Jäger, Lucie Parthova, Eva Kankova, Kristin Arnold, Jana Franke, Jenny Ullmann, Katrin Martin, Romy Eichhorst
Saison-Abschlussbericht
HSV-Sieben durchlebt Höhen und Tiefen in ihrer schwersten Saison:
Fünf statistische Rekorde, schlechte Plätze bei Siebenmeterquote und Fairplay
Obwohl das Abschneiden der1. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg mit Platz acht in der Verbandsligastaffel West (21:23 Pkt. 489:469 Toren) nichts Außergewöhnliches, sondern eine gewohnte, normale Platzierung seit der Zugehörigkeit zur zweihöchsten Spielklasse Sachsens darstellt, so war die vergangene Saison eine der schwersten überhaupt. Die HSV-Sieben durchlebte dabei Höhen und Tiefen und war bei den statistischen Rekorden immer mit dabei. So landete das 1.HSV-Team den höchsten Heim- (41:25 gegen VfL Waldheim) und den höchsten Auswärtssieg (32:16 beim Vizemeister HC Burgstädt) aller Verbandsligateams der Staffel West. Die meisten Tore aller Spiele fielen beim 41:25 gegen den VfL. Eva Kankova, die nur die letzten sieben Spiele zum Einsatz kam, stellte mit 17 bzw. 15 Toren in einem Spiel den Torerekord in dieser Wertung auf. Erstmals konnte beim Oberlungwitzer SV gewonnen werden. Nur gegen Wahren-Leipzig wurde zweimal verloren. Gegen Oberlungwitz wurden alle Punkte und gegen Chemie Zwickau und Taucha wurde nur ein Punkt geholt, während gegen alle anderen verloren und gewonnen wurde. Bei der Siebenmeterstatistik wurde die HSV-Sieben mit einer Quote von 63,2 % nur Zehnter. In der Fair-Play-Wertung wurde man Letzter, wobei vor allem Verwarnungen gegen die Bank und normale Zeitstrafen ins Gewicht fielen.
Diese Wertung belegt aber auch andererseits, mit welchem kämpferischen Einsatz und teils im Übereifer etwas ungeschickt zu Werke gegangen wurde, ohne dass die HSV-Sieben deshalb von den anderen Teams oder den Schiedsrichtern als unfaire Truppe eingeschätzt wird. Der Start in die neue Saison verlief mit dem Ausscheiden in der 1.Runde des HVS-Pokales gegen Aufsteiger Burgstädter HC (18:24) nicht gut. Der folgende Punktspielstart war dagegen optimal. Durch einen 17:17 Unentschieden beim gehandelten Favoriten SG Taucha/Motor Nord, einem 26:24 Sieg über den späteren Meister Lok Wurzen und einem souveränen Erfolg 25:18 Sieg gegen BSV-Limbach-Oberfrohna. befand man sich im Spitzenfeld. Einer 23:13 Klatzsche beim HSV Glauchau folgte ein 20:20 gegen Burgstädt und danach vier knappe Niederlagen mit zwei Toren Unterschied. Nach einer weiteren 29:16 Klatzsche beim VfL Waldheim war man im Besitz der „Roten Laterne“ und Trainer Helmut Eichhorst bat um eine Auszeit. Gerd Beyer, der gleichzeitig die neuaufgebaute 3.Mannschaft trainierte, übernahm das schwierige Amt und konnte mit einem 26:23 Siege gegen den Oberlungwitzer SV einen sehr wichtigen Sieg landen und die „Laterne“ wieder den Gästen mitgeben.
Einer vermeidbaren 22:23 Niederlage gegen Taucha folgte eine weitere, aber achtbare (22:16) beim Spitzenreiter Wurzen, bevor man bei der 22:15 Niederlage in Limbach bei neun vergebene Siebenmetern wieder auf dem Tiefpunkt angekommen war. Mit Neuzugang Eva Kankova, die von Torhüterin Alena Parthova angeworben wurde, kam dann die Wende. In den folgenden sieben Spielen bis zum Saisonende wurden fünf gewonnen, eins Unentschieden gespielt und eins unglücklich mit 21:20 bei Wahren-Leipzig verloren. Damit wurde der lang umkämpfte Klassenerhalt noch deutlich geschafft. Da es am Ende der Saison aber durch Änderungen in der Oberliga keinen Absteiger gab, so waren die Aufregungen und die großen nervlichen Anspannungen für Aktive und Trainer Gerd Beyer umsonst. Das 1.HSV-Team, in dem neunzehn Spielerinnen eingesetzt wurden, erreichte neun Siege, drei Unentschieden und musste 10 Niederlagen einstecken. Für dieses erfreuliche Ergebnis haben sich alle Aktiven, die überwiegend mit sehr großem Trainingsfleiß aufwarteten, sowie Trainer Gerd Beyer ein großes Lob seitens des HSV-Vorstandes und bestimmt die Annerkennung der treuen Fans vieler Sportfreunde redlich verdient. Denn was in der zweithöchsten Spielklasse von den Frauen verlangt wird, ist enorm, so dass der erneute Klassenerhalt, der sportlich wieder erreicht wurde, ein weiterer schöner Erfolg für den HSV 1956 darstellt. Ein besonderer Dank gilt hierbei aber auch der Stadt Marienberg, allen Sponsoren, sowie den Verantwortlichen der Bundeswehrkaserne Marienberg für ihre sehr gute und vielseitige Unterstützungen, die damit die Voraussetzung für den Trainigs- und Spielbetrieb schufen.
Verbandsliga Sachsen Frauen Staffel West 2004/05
| Platz | Mannschaft | Spiele | g | u | v | Tore | Tordiff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SG Lok Wurzen | 22 | 18 | 1 | 3 | 560:487 | 73 | 37:07 |
| 2 | Burgstädter HC (N) | 22 | 12 | 4 | 6 | 472:475 | -3 | 28:16 |
| 3 | SG Taucha/Motor Nord | 22 | 12 | 1 | 9 | 477:487 | -10 | 25:19 |
| 4 | TSV 1893 Leipzig-Wahren (N) | 22 | 10 | 4 | 8 | 418:403 | 15 | 24:20 |
| 5 | BSV Limbach-Oberfrohna | 22 | 11 | 1 | 10 | 452:427 | 25 | 23:21 |
| 6 | SV Chemie Zwickau | 22 | 11 | 1 | 10 | 473:435 | 38 | 23:21 |
| 7 | SV Mölkau 04 | 22 | 10 | 2 | 10 | 400:418 | -18 | 22:22 |
| 8 | HSV 1956 Marienberg | 22 | 9 | 3 | 10 | 489:469 | 20 | 21:23 |
| 9 | VfL Waldheim 54 | 22 | 9 | 1 | 12 | 518:530 | -12 | 19:25 |
| 10 | HSV Glauchau | 22 | 8 | 2 | 12 | 377:412 | -35 | 18:26 |
| 11 | Oberlungwitzer SV | 22 | 7 | 1 | 14 | 418:449 | -31 | 15:29 |
| 12 | SV Rotation Weißenborn | 22 | 4 | 1 | 17 | 415:477 | -62 | 09:35 |
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