FP: Team bleibt auf Silberkurs
In Magdeburg haben die Marienbergerinnen einen wahren Handball-Krimi mit 29:28 (15:13) für sich entschieden.
Von Karlgeorg Frank
Magdeburg – Nach der bitteren Heimniederlage gegen die SG HV Chemnitz ist es den Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg gelungen, die zuhause verlorenen Punkte beim BSV 93 Madgeburg-Olvenstedt zu holen. Das Spiel der Mitteldeutschen Oberliga beim Tabellenachten war allerdings eine knappe Angelegenheit. Am Ende hatten die Erzgebirgerinnen mit 29:28 hauchdünn die Nase vorn.
Obwohl Marienberg (2.) die Favoritenrolle zukam, entwickelte sich das Duell vor allem in der zweiten Halbzeit zu einem wahren Handball-Krimi. Bevor die mitgereisten Fans den ersten Auswärtssieg 2012 bejubeln konnten, durchlebten sie ein Wechselbad der Gefühle. Denn die abstiegsbedrohten Gastgeberinnen spielten keineswegs wie ein Außenseiter und führten schnell mit 2:0. Der HSV glich zwar umgehend aus und lag danach stets vorn, konnte sich aber nie entscheidend absetzen. So wurden beim Stand von 13:15 die Seiten gewechselt.
Als die Gäste zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 18:14 davonzogen, schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen. Aber anstatt Sicherheit zu gewinnen und den Vorsprung auszubauen, folgte die fast schon obligatorische Schwächephase der Marienbergerinnen. Fünf Magdeburger Treffer in Folge brachten den vermeintlichen Außenseiter sogar mit 19:18 in Front. Fortan war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem HSV-Torhüterin Denise Reichel ihr Team mit mehreren tollen Paraden im Spiel hielt. Den 29:28-Siegtreffer erzielte in der Schlussminute die erfahrene Lucie Hribova.
“Es war ein extrem spannendes Spiel”, meinte Marienbergs Co-Trainer Chris Tippmann, der trotz des zwischenzeitlichen Einbruchs positive Aspekte erkannte: “Alle von uns haben kämpferisch voll überzeugt. Vor allem Denise Reichel bot eine starke Leistung.” Mit dem Ergebnis war Tippmann letztlich zufrieden, “spielerisch haben wir jedoch noch Reserven”. Wie wichtig der Erfolg war, zeigen die anderen Ergebnisse. So gewann der HC Salzland 06 25:23 in Calbe und hatte damit den HSV über Nacht sogar kurzzeitig von Platz 2 verdrängt. Auch andere Verfolger sitzen Marienberg im Nacken.
Marienberg: Reichel/T. Sichmanova; Sowa, Kracmanova (12/7), Vostarkova, Schütze (3), Hribova (3), N. Sichmanova (7), Freislerova (4), Libovicka.
Mitteldeutscher





