Vorschau: HSV-Damen streben Wiedergutmachung an

TSG Calbe gastiert in der Bergstadt

Nach der ungeplanten Spielpause durch die Verlegung der Landespokal-Halbfinalpartie gegen den SHV Oschatz (28.02.12) geht es nun für die 1. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg am kommenden Sonnabend im Punktspielbetrieb der Mitteldeutschen Oberliga weiter.
Dabei gastiert bei der Sieben um Trainer Stefan Süßmilch mit der TSG Calbe ein renommiertes Team aus Sachsen-Anhalt, das auf eine langjährige Handballtradition sowie auf beachtliche Erfolge verweisen kann. So wurden die Saalestädterinnen 2010 unter anderem Vizemeister, Pokalsieger und Supercup-Gewinner. Als Tabellenzehnter (10:18 Pkt.) stehen die Calbenserinnen jedoch aktuell auf einem Abstiegsplatz. Weitere sechs Teams der 4. Liga müssen ebenfalls noch um den Klassenerhalt zittern, da um den rettenden 9. Platz tüchtig gerangelt wird. Für zwei der sechs Mannschaften, Gera-Zwötzen (11./3:25 Pkt.) und Zwickau II (12./2:26 Pkt.), sind dabei die Messen schon fast gelesen: Rechnerisch haben sie zwar noch die Chance, bei den noch anstehenden acht Partien 16 mögliche Punkte zu holen, aber praktisch ist dies jedoch kaum mehr machbar. Doch Vorsicht ist stets geboten: Denn in aussichtslosen Lagen sind bekanntlich so manchem Team schon Flügel gewachsen. Potenzielle Abstiegskandidaten sind daher oftmals unbequeme Gegner. Das bekamen die Marienbergerinnen zuletzt beim BSV Magdeburg hautnah zu spüren, bei dem man erst in der Schlussminute mit 29:28 siegte.
Die Gäste aus Calbe sehen sich nach eigenen Aussagen in der Außenseiterrolle, in der sie befreit aufspielen wollen. Den Bergstädterinnen wird daher ein unbequemer Gegner gegenüberstehen, der nichts zu verlieren hat. Im Hinspiel forderten die TSG-Damen das HSV-Team bis zur Pause (14:13) voll, bevor die auch damals favorisierten Gäste nach einem Zwischenspurt einen schwer erkämpften 29:23-Sieg landen konnten. Nach der Tabelle betrachtet, gehen die HSV-Damen (21:7 Pkt.) auch diesmal als Favorit ins Rennen. Um dieser Rolle gerecht zu werden, müssen die Marienbergerinnen jedoch alle Register ihres Könnens ziehen.

„Wir dürfen uns zuhause keine weiteren Punktverluste gegen Teams, die hinter uns platziert sind, mehr leisten. Denn sonst wird es ganz schwer, im Kampf um die Silber- und Bronze-Medaillen dabei zu bleiben. Alle Spielerinnen haben sich vorgenommen, den schwachen Auftritt bei der Heimpleite gegen Chemnitz vergessen zu machen und wollen den treuen Fans wieder eine gute Leistung bieten. Ich hoffe, dass unsere Mannschaft ihren ersten Heimsieg im neuen Jahr landen kann und ihr damit die angestrebte Wiedergutmachung gelingt“, meint ein zuversichtlicher HSV-Teamleiter Thomas Liebscher. Alle Handballfans sollten beachten, dass der Anwurf der interessanten und Spannung versprechenden Oberliga-Partie bereits um 16:30 Uhr erfolgt.

Erneut eine wichtige Partie für die BZL-Team

Nach dem wichtigen Heimsieg gegen Zwönitz konnte sich die 2. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg vom 10. auf den 6. Platz vorarbeiten. Trotzdem steht die Oberliga-Reserve immer noch mit dem Rücken zur Wand und zum Jubeln gibt es noch keinen Anlass, denn die Situation in der Bezirksliga hat sich kaum verändert: So müssen weiterhin viele Teams – neben dem HSV – um ihre Zugehörigkeit in der höchsten Spielklasse des Spielbezirks Chemnitz bangen. Denn zwischen Rang 4 (HC Annaberg-Buchholz/16:14 Pkt.) und Rang 11 (Burgstädter HC/12:18 Pkt.) ist nur ein Abstand von vier Punkten, sodass acht von den zwölf Teams gefährdet sind, wobei sich Thalheim als abgeschlagener Letzter (4:28 Pkt.) kaum noch retten kann. Dem amtierenden Vizebezirksmeister aus Marienberg steht daher noch ein harter Kampf bevor, ehe man den angestrebten Klassenerhalt feiern kann. Am kommenden Sonntag steht für den HSV ein weiteres Schlüsselspiel auf dem Programm. Die Damen um Trainerin Corinne Güldner müssen beim punktgleichen (14:16 Pkt.) Tabellensiebenten, SV Chemie Zwickau II, antreten. Im Hinspiel war Chemie – bedingt durch eine sehr schwache Leistung der HSV-Sieben – mit 20:16 erfolgreich.
„Dass uns erneut eine sehr schwierige Aufgabe bevorsteht, ist allen klar. Der Heimsieg gegen Zwönitz hat aber unser Selbstvertrauen gestärkt. Wir müssen in Zwickau genauso konzentriert und druckvoll wie zuletzt zuhause auftreten und um jeden Ball kämpfen. Dann haben wir auch die Chance zu punkten. Der Siegeswille ist bei allen vorhanden“, meint HSV-Trainerin Corinne Güldner, die hofft, dass sie auf alle Spielerinnen in dieser wichtigen Partie zurückgreifen kann.

Dritte Frauenmannschaft muss beim Vorletzten ran

Nach der knappen und unglücklichen 24:25-Niederlage beim SV Eppendorf, wobei man die letzten 20 Minuten wegen Spielermangel in Unterzahl agieren musste, hat die 3. Frauenmannschaft des HSV 1956 Marienberg ihren Medaillenplatz eingebüßt und ist jetzt Tabellenvierter der 2. Bezirksklasse mit einem ausgeglichenem 8:8-Punkte-Stand. Leider verletzte sich zudem in dieser Partie Torjägerin Lucie Parthova, sodass sie bis auf weiteres verletzungsbedingt fehlen wird. Ohne sie wird es sehr schwer, um die Bronzemedaille noch mitzukämpfen. Dies war aber keine Zielsetzung des Vereins, denn in der HSV-Dritten sollten sich nachrückende Jugendliche Spielpraxis im Frauenbereich holen und Routiniers die Möglichkeit erhalten, Handball zu spielen. Da man zudem keine Abstiegsgefahr hat, kann man in allen restlichen vier Partien unbeschwert aufspielen. Am kommenden Sonntag muss die HSV-Dritte um Spielertrainerin Diane Töpfer erneut auswärts ran. Sie gastiert im Vogtland beim Sechsten und Vorletzten, TSV Oelsnitz (2:14 Pkt.). Der TSV hat bisher nur einen Sieg landen können. Die Vogtländerinnen werden bestimmt versuchen nachzulegen und sich für die hohe 30:9-Hinspielniederlage zu revanchieren. Mit einem ausgeglichenen Match wird gerechnet, wobei die bessere Tagesform über den Ausgang entscheiden sollte.

HSV-Männer empfangen Zwönitzer Nachwuchsteam

Nach der knappen 22:25-Auswärtsiederlage der Männermannschaft des HSV 1956 Marienberg bei den Routiniers vom EHV Aue IV empfängt die HSV-Sieben im Anschluss an das Oberligaspiel der Frauen in einem erneuten Erzgebirgskreis-Derby die Gäste vom Zwönitzer HSV 1928 IV. Die Gäste sind als Vierter der Kreisliga Erzgebirge ein Team (6:8 Pkt.), das überwiegend mit Jugendspielern unterschiedlich besetzt und daher schwer einzuschätzen ist. Normalerweise müssten die Marienberger Männer (6./3:13 Pkt.) um Trainer Uwe Schütze und Co-Trainer Frank Schreiter gegen die Zwönitzer Vierte auf Augenhöhe mitspielen können und durchaus Siegchancen haben. Mit einem hart umkämpften Spiel wird gerechnet. Der Anwurf ist um 18:30 Uhr.

Zwei Nachwuchsteams haben Heim- und Auswärtsspiele

Am kommenden Sonnabend bestreitet die gemischte Kreisliga E-Jugend des HSV das Vorprogramm zur Oberligapartie der Frauen. In der Sporthalle „Am Goldkinstein“ trifft der HSV dabei auf den HSV Glauchau II und den BSV Limbach-Oberfrohna. Anpfiff zu diesen Partien ist um 13:30 Uhr bzw. um 15:10 Uhr.
Einen Tag später reist die weibliche B-Jugend nach Langenhessen. Dort treffen die Marienbergerinnen auf den Tabellenachten, HSG Langenhessen/Crimmitschau (6:22 Pkt.). Die HSV-Jugendlichen um Trainer Chris Tippmann sind in dieser Partie der Bezirksliga als Tabellendritter (22:4 Pkt.) in einer klaren Favoritenrolle. Dieser sollten sie gerecht werden können und mit einem angestrebten Erfolg ihre Meisterschafts- und Medaillenchancen erhalten. Aus eigener Kraft kann man sich jedoch nur Bronze sichern, wenn man den ärgsten Verfolger (Burgstädter HC 18:8 Pkt.) auf Distanz halten kann. Für Silber ist man auf Schützenhilfe vom Spitzenreiter Neudorf-Muldental (29:1) angewiesen, der noch gegen den Tabellenzweiten, Aue (23:3 Pkt.), und in Marienberg antreten muss. In diesen Partien werden dann die Weichen für die Medaillenvergabe gestellt. Für Spannung im weiteren Meisterschaftsverlauf ist daher gesorgt. Durch das unglückliche Ausscheiden im Bezirkspokal-Halbfinale gegen Aue (27:30 n.V.) kann sich die B-Jugend nun voll auf die restlichen sieben Punktspiele konzentrieren.

Karlgeorg Frank



Handball-Verband
Sachsen


Mitteldeutscher
Handball-Verband