Archiv der Saison 2003/2004, Verbandsliga Staffel West

Folgende Spielerinnen kamen zum Einsatz:
Nanette Patz (Tor), Rita Köhler (Tor und Feld) Silke Sowa, Luci Parthova, Katrin Stahr, Kristin Wendrock, Antje Teichert, Jenny Ullmann, Carmen Jäger, Stefanie Arnold, Jana Franke, Nora Hahn, Martina Hunger, Anette Oehme, Barabara Schade, Romy und Jana Eichhorst, Denise Schmerler (beide Tor) Veronika Lehmann und Katja Wendrock

Saison-Abschlussbericht

HSV- Frauenteam vom Verletzungspech arg gebeutelt

Das Aushängeschild des HSV 1956 Marienberg, das 1. Frauen-Verbandsligateam, belegte in der abgelaufenen Saison 2003/04 mit 21:23 Punkten und 379:371 Toren den 7.Platz und hat damit den angestrebten Klassenerhalt in der zweithöchsten Liga Sachsens sicher geschafft. Da das HSV-Team von einem sehr großen Verletzungspech arg gebeutelt wurde und es noch nach überbrückbaren Differenzen zwischen Team und Trainer Hans-Georg Reichel einen Trainerwechsel nach fünf Spieltagen gab, so ist das Erreichte als ein weiterer schöner Erfolg für den Verein zu bewerten, zumal auch noch der Abgang ihrer Stammtorhüterin Denise Reichel (zum BSV Zwickauer Oberligateam) verkraftet werden musste.

Trotz all dieser vielen Ungereimtheiten hat sich das HSV-Team um dem immer vorbildlich, engagiert kämpfenden und spielerisch zu den Leistungsträgern gehörenden Kapitän, Kristin Wendrock, einen Platz gegenüber dem Vorjahr (8.Platz 18:26 Pkt.) verbessert und drei Pluspunkte mehr erreicht. Der ab November 2003 neue, aber altbekannte HSV-Trainer Helmut Eichhorst, der das Team 1999/2000 in die Verbandsliga führte und bis Januar 2002 trainierte, hatte durch den Abgang der bisherigen Stammtorhüterin gleich auf einer Schlüsselposition große Probleme zu bewältigen. So musste Nachwuchstorhüterin Nanette Patz, die vorher kaum Verbandsligaeinsätze hatte, sofort ins HSV-Gehäuse rein und entwickelte sich aber dabei im Laufe der Saison enorm. Allrounderin Rita Köhler unterstützte sie anfangs ebenfalls auf dieser wichtigen Position und fehlte dadurch aber als Feldspielerin, bzw. fiel danach einige Wochen auch noch verletzungsbedingt aus. Da auch die wichtige Aufbauspielerin und Siebenmeterwerferin Jana Franke aus persönlichen Gründen oftmals ausfiel, die wurfgewaltige Luci Parthova einige Male gehandicapt spielte und einige Male verhindert war, Leistungsträgerin Sylke Sowa und Nachwuchstalent Jenny Ullmann verletzungsbedingt in wichtigen Spielen immer fehlten, zeigt nur in groben Zügen, mit welchen Schwierigkeiten das Team zu kämpfen hatte. Nur die routinierte und spielerfahrene Katrin Stahr, Nachwuchstalent und einzigste Linkshänderin im Team, Stefanie Arnold, sowie der HSV-Kapitän Kristin Wendrock waren bei allen Punktspielen dabei und gehörten mit zu den Leistungsträgerinnen der HSV-Sieben. Zehn Spielerinnen der 2. Mannschaft mussten daher zur Unterstützung ran. So verstärkte Antje Teichert ab dem 14.Spieltag die Erste.

Da es auch noch in einigen Spielen in entscheidenden Situationen, bzw. der Schlussphase wichtige Leistungsträgerinnen verletzt ausfielen, kam noch zusätzlich belastend dazu. Trainer Helmut Eichhorst musste oft Formationen auflaufen lassen, die so vorher noch nie zusammengespielt hatten. Nach dem höchsten Saisonsieg aller Verbandsligateams der Staffel 2, dem 26:10 gegen Rotation Weißenborn war für die HSV-Frauen vier Spieltage vor Schluss sogar ein Medaillenplatz greifbar nahe. Aber knappe, vermeidbare Niederlagen in Oberlungwitz (13:12) und Taucha (18:15) sowie der Punktverlust gegen Freiberg (17:17), geschuldet durch Besetzungssorgen, verhinderten dies. Die höchste Heimniederlage gab es gegen Aufsteiger Turbine Leipzig (11:27). Im letzten Spiel der Saison gegen den Dritten, SV Chemie Zwickau, war man gleichwertig und verlor achtbar mit 19:21, nachdem man in Zwickau noch mit 25:15 deutlich unter die Räder gekommen war. 9 Siege 3 Unentschieden und 10 Niederlagen wurden insgesamt in der Punktspielsaison erreicht. Zu Hause verlor das HSV-Team nur gegen die drei Ersten. Besonders auswärts verhinderten die Angriffs- bzw. Wurfschwäche und viele vergebene Siebenmeter mögliche Punktgewinne.


Die Pokalerfolge in Borna und zu Hause, sowie die 2.Plätze in Teltow und der 3.Platz in Weißenborn aber auch das gute Spiel gegen die 2.Bundesliga-Sieben vom 2.Bundesligisten BSV Zwickau I runden die Saison noch hoffnungsvoll ab. Auf Grund der aufgeführten, vielen schwierigen Bedingungen während der Saison 2003/04 ist die erreichte Platzierung und die Pokalerfolge des 1.Frauenteams des HSV Marienberg umso höher zu bewerten, denn nur mit hervorragendem Einsatz aller konnte diese erreicht werden.

Daher haben sich alle zum Einsatz gekommenen Spielerinnen um Trainer H. Eichhorst und ein großes Lob seitens des HSV-Vorstandes verdient, denn in der ausgeglichen besetzten Verbandsliga zu bestehen und mitzuspielen, ist für die Aktiven, den Verein, die Stadt Marienberg und den MEK Landkreis allein schon ein sehr beachtlicher, sportlicher Erfolg.

Zum HSV-Stamm gehörten: Nanette Patz (Tor), Rita Köhler (Tor und Feld) Silke Sowa, Luci Parthova, Katrin Stahr, Kristin Wendrock, Antje Teichert, Jenny Ullmann, Carmen Jäger, Stefanie Arnold,

Zu weiteren Einsätzen kamen: Jana Franke, Nora Hahn, Martina Hunger, Anette Oehme, Barabara Schade, Romy und Jana Eichhorst, Denise Schmerler (beide Tor) Veronika Lehmann und Katja Wendrock, (alle HSV II)

Verbandsliga Sachsen Frauen Staffel West 2003/04

PlatzMannschaftSpieleguvToreTordiff.Punkte
1 Turbine Leipzig 22 15 3 4 471:40071 33:11
2 HSV Glauchau (N) 22 14 3 5 401:36932 31:13
3 SV Chemie Zwickau 22 12 2 8 444:39450 26:18
4 Oberlungwitzer SV 22 12 2 8 395:36629 26:18
5 VfL Waldheim 54 22 11 2 9 445:43213 24:20
6 HSG Freiberg 22 9 4 9 469:487-18 22:22
7 HSV 1956 Marienberg 22 9 3 10 379:3718 21:23
8 BSV Limbach-Oberfrohna 22 9 1 12 435:4332 19:25
9 TSG 1861 Taucha 22 8 3 11 386:416-30 19:25
10 SV Rotation Weißenborn 22 8 3 11 374:444-70 19:25
11 SV Mölkau 04 22 8 0 14 401:3992 16:28
12 HC Fraureuth 22 2 4 16 369:458-89 08:36

 



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