wJD: Quali mit alter E-Jugend
Junge Marienberger Talente sorgen für Furore
In Markranstädt können sich die E-Jugend-Handballerinen des HSV am Wochenende einen Platz in der Regionalliga sichern. Unabhängig davon ist ihre Saison schon jetzt ein großer Erfolg.
Gerade erst wurden aus der Damen-Mannschaft des HSV 1956 Marienberg, die in der Oberliga Sachsen Platz 5 belegte, sieben Spielerinnen verabschiedet. Kommende Saison dürfte es für die Handballerinnen aus dem Erzgebirge daher nicht leicht werden, doch vor der Zukunft ist dem Verein keineswegs bange. „Wir müssen unsere Nachwuchsarbeit weiter forcieren, weil die Nachfrage so groß ist“, sagt Trainer Chris Tippmann, der sich neben den Frauen auch mit um die Jugend-Teams kümmert. Eins davon schrieb in dieser Saison Vereinsgeschichte. „So eine Bilanz hatte noch nie eine unserer Mannschaften vorzuweisen“, sagt Tippmann über die E-Jugend-Mädchen, die Großes vollbracht haben – aber noch nicht fertig sind.
In Markranstädt treten die jungen HSV-Spielerinnen am Sonntag zur ersten Qualifikationsrunde für die Regionalliga an, die höchste Spielklasse in diesem Altersbereich. Mit den Gastgeberinnen, dem MSV Dresden und dem Görlitzer HC II wartet namhafte Konkurrenz, doch die Chancen stehen gut, das Regionalliga-Ticket tatsächlich zu lösen. Zu stark ist einfach der Eindruck, denn die Marienberger E-Juniorinnen in dieser Saison hinterlassen haben. Und damit ist nicht nur der Titelgewinn in der Regionsoberliga Südwestsachsen gemeint, die der HSV-Nachwuchs mit 22 Siegen in 22 Spielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 679:192 klar dominiert hat.
Der Regionsmeister, der 250 Tore mehr erzielte als sein ärgster Verfolger aus Fraureuth, schnappte sich mit acht Siegen auch den Regionspokal. Neben dem Double lieferte die sächsische Bestenermittlung Grund zur Freude, denn dort konnte der kleine Verein aus dem Erzgebirge den großen Klubs Paroli bieten. Im Vergleich der besten zwei Teams aller vier Regionen mussten Tippmanns Schützlinge lediglich Leipzig und Görlitz den Vortritt lassen. Als drittbestes Team des Freistaats wollen die HSV-Mädchen nun den nächsten Schritt vollziehen, allerdings ist die Herausforderung nicht ohne. „Wir treten jetzt als jüngerer Jahrgang in der D-Jugend an, was in der Entwicklung aller Handballerinnen der größte Schritt ist“, erklärt der Trainer mit Blick auf die Umstellung von Manndeckung auf positionsorientierte Raumdeckung.